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Reinkarnationsforschung

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Reinkarnationsforschung

Die Karmalehre

Die Lehre vom Karma (das Wort bedeutet buchstäblich übersetzt "Handlung") besagt nämlich, daß Karma grundsätzlich etwas Negatives ist, daß Handeln verkehrt ist. Karma ist etwas, von dem man befreit werden muß. Einerseits ist Karma die Ursache für die Armut des Bettlers, für die Krankheit des Kranken und für die hoffnungslose Situation des Unterdrückten. Sie ernten nur das, was sie in der Vergangenheit gesät haben.

Aber andererseits ist Karma auch die Ursache für den Wohlstand des Reichen, für den guten Gesundheitszustand des Gesunden und für die glückliche Lage des Unterdrückers. Es geht ihnen gut, weil sie in der Vergangenheit gut gesät haben. So bekommt jeder, was er verdient hat. In der Lehre vom Karma spielt also eine Art Schicksalsglaube eine bedeutende Rolle.

Die Karmalehre ist dazu geeignet, die Armen, Kranken und Unterdrückten dahingehend zu beeinflussen, daß sie sich mit ihrer Situation abfinden, da sie ja unvermeidlich ist. Das einzige, was ich tun kann, um mein Karma zu verändern, ist, daß ich passiv darauf warte, daß die bittere Ernte meiner Handlungen aus der Vergangenheit "erschöpft" werden wird, so daß ich neue und hoffentlich bessere Früchte durch meine gegenwärtige Lebensweise ernten kann. Die Karmalehre bestärkt den Reichen, den Gesunden und den Unterdrücker in seiner Selbstsicherheit, Zufriedenheit und Unbußfertigkeit, denn er hat ja seine gute Lage im Leben verdient. Er braucht nichts zu tun, um den anderen zu helfen. Denn das kann man sowieso nicht. Jeder liegt ja so, wie er sich selbst gebettet hat. Man kann zwar schon einmal dem Bettler auf der Straße eine Münze spenden, aber die Armut des Landes überwinden, das kann man nicht erreichen.

Heutzutage versuchen die aufgeklärteren und gut ausgebildeten Hindus, die Lehre vom Karma mit westlicher Humanität zu verknüpfen, in dem sie behaupten, daß das Karma dem Glaubenden den Grund dazu gibt, Nächstenliebe und Philanthropie zu üben. Wenn man für die anderen Gutes tut, behaupten solche modernen Hindus, wird man in Zukunft "gutes Karma" ernten. Diese Logik kennen die indischen Heiligen Schriften nicht. Nach ihrer Lebenssicht kommt das gute Karma vor allem daher, daß der Mensch vermeidet, sich zu verunreinigen, daß er z.B. unheilige Sachen, wie z.B. Fleisch, vermeidet zu essen, und daß er unheiligen Menschen, z.B. Parias, aus dem Wege geht.

Gutes Karma ist nach diesem Verständnis viel eher das Ergebnis von dem, was man vermeidet, was man also nicht tut, als von dem, was man Gutes getan hat.

Samsara: Die ewige Wanderung der Seele

Der Grund dafür, daß die Lehre vom Karma diese unmenschliche Konsequenz hat, ist ihr enger Zusammenhang mit der Idee von Samsara, was "das Rad des Lebens", den ewigen Kreislauf aller Schöpfungen bezeichnet. Nacht und Tag, Sommer und Winter, Geburt und Tod wechseln in alle Ewigkeit. Das Karma, das ich jetzt ernte, ist frühere Menschenleben hindurch gesät worden. Der Körper, die Familie, die Nation und die Kaste, in die hinein ich geboren wurde, sind durch meine Handlungen in früheren Leben bestimmt worden.

Die Menschen, die wir eben jetzt um uns sehen, sind eigentlich nur Körperhüllen, von denen jeder einzelne eine uralte Seele in sich trägt. Sie hat zahllose Male in der Vergangenheit in anderen Körpern gewohnt. Jede Seele ist schon geboren worden und auch gestorben und ist millionenmal in endlosen Generationen wiedergeboren worden.

Samsara wird auch Seelenwanderung genannt, da die Lehre vor allem von der ewigen Wanderung der Menschenseele von Körper zu Körper handelt.

Diese Lehre erinnert in erster Linie an den Gespenster- und Geisterglauben, nämlich an die Vorstellung, daß die unerlösten Seelen mancher Verstorbener in ihren Gräbern keine Ruhe finden können und deshalb auf der Erde umherstreifen, ohne wirklich die letzte Ruhe finden zu können. Wir sind nach der Lehre vom Samsara tatsächlich solche ruhelosen Seelen, die unaufhörlich von Ort zu Ort und von Körper zu Körper wandern müssen.

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Autor:   Johannes Aagaard
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