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Reinkarnation früher und heute

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Reinkarnation früher und heute

Antikes Griechenland und Rom

Bekannte Vertreter der Reinkarnationstheorie innerhalb der griechischen Philosophie waren Pythagoras (um 600 v.Chr.), Empedokles (5. Jh. v.Chr.) und Platon (5. Jh. v.Chr.). Sie alle lehrten, dass die unsterbliche Seele sich zwangsläufig reinkarnieren müsse, sei es aufgrund einer inneren Notwendigkeit oder zum Zwecke ihrer moralischen Läuterung in einer neuen Daseinsform, die auch die Tierwelt und/oder die Pflanzenwelt umfasst. Bei Platon spielte jedoch nur das moralische Kriterium eine Rolle. Nach ihm wird man allein aufgrund früheren Verhaltens wiedergeboren.

In den nachfolgenden Strömungen des Neuplatonismus und des Neupythagoreismus lebte der Reinkarnationsgedanke weiter, doch spalteten sich die Geister an der Frage, ob die Einkörperung in Tiere wörtlich (Plotin) oder metaphorisch (Porphyrius) zu verstehen sei, dieweil das von Platon angeführte moralische Motiv vor allem von Plutarch und dem Römer Vergil vertreten wurde.

Buddhismus

Im Buddhismus (entstanden etwa 500 v.Chr.) ist Karma die den Wesen innewohnende Fähigkeit zu gezieltem, absichtsvollem Handeln. Auf individueller Ebene bedeutet Karma: Tat, Handeln oder Wirken, weshalb Karma immer auch das willentliche Tun des Menschen umfasst. Jede positive oder negative Erfahrung ist durch eine frühere positive oder negative Tat - als körperlicher, sprachlicher und gedanklicher Ausdruck - bedingt und führt ihrerseits wieder zu positiven oder negativen Auswirkungen, die keineswegs zufällig sind, aber auch keinem überseienden (göttlichen) Diktat wie etwa Fügung, Vergeltung usw. unterliegen.

Vor allem in der Frage der Reinkarnation geht der Buddhismus grundlegend andere Wege als der Hinduismus. In Ablehnung einer geschöpften, individuellen Seele kennt der Buddhismus keinen Übergang einer seelischen Substanz von der einen auf die andere Existenz, keine Transmigration, keine Wanderung der Seele. Wiedergeburt wird verstanden als eine Kontinuität der Geistesprozesse, als Fortsetzung der beim Ableben eines Individuums noch nicht erloschenen mentalen Kräfte, die sich in einer neu in Erscheinung tretenden Existenz aufs Neue reaktualisieren. Die Ursache der Wiedergeburt liegt im Begehren nach Sinnesbefriedigung, im Trieb nach Sein und Verwirklichung. Wiederwerden ist also solange gegeben, als verursachende, nach Realisierung drängende Triebkräfte vorhanden sind. Da dieses Begehren, der unstillbare Werdetrieb, im Buddhismus gleichgesetzt wird mit Leiden, besteht das Ziel darin, diesen leidvollen Daseinskreislauf (samsâra) zu durchbrechen und aufzuheben. Dazu führt der "achtfache Pfad". Ziel ist der Zustand des Nirvana, das Ende allen Leidens und der Abschluss der Wiedergeburten.
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Autor:   Michele
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