Bari
liegt im Südosten der Apenninen-Halbinsel und zählt wegen seiner zahlreichen
kulturhistorischen Denkmäler und Naturschönheiten noch als Geheimtipp
zu den atemberaubendsten Städten Italiens.
Das
milde Klima mit über 300 Sonnentagen im Jahr ermöglicht eine gute
Reisesaison von März bis November.
In wenig mehr als einem Jahrhundert hat sich die Stadt Bari um das Zehnfache
vergrößert. Die Bevölkerung zählte 1861 34.000 Einwohner,
während sie heute 400.000 erreicht hat. Eine breite Straße, der Corso
Vittorio Emanuele, teilt die Stadt in zwei fast eigenständige Teile, die
sozusagen zu verschiedenen Epochen gehören. Im Gassengewirr der Altstadt
scheint die Zeit der mittelalterlichen Seemannsmacht in den behutsam aufbewahrten
Gebäuden und Monumenten fortzudauern. Im modernen Teil hingegen zeigt sich
das rege Leben einer freien und dynamischen Stadt mit ihren breiten, langen,
schachbrettartig angelegten Straßen, wo sich imposante Gebäude erheben,
die von der eindrücklichen Expansionsbewegung zeugen.
Von der Seepromenade Imperatore Augusto, erreicht
man die Basilika von San Nicola (Der heilige San Nikolaus), dem Stadtheiligen.
Die Basilika ist eins der kostbarsten Beispiele für die romanisch-apulische
Architektur. Um den Heiligen San Nicola eine würdige Ruhestätte zu
geben wurde 1087 der Bau, im Auftrag des Abtes Elia, begonnen.
Vom Corso Senatore De Tullio, kommt man schließlich zur Burg der Hohenstaufen,
die Friedrich II über bestehenden normannischen Grundmauern bauen ließ,
wobei zwei wuchtige normannische Türme in den Bau integriert wurden. Darin
lebten Isabella von Aragon und Bona Sforza mit ihrem Hofstaat; sie ließen
um 1500 zusätzliche Befestigungsmauern mit lanzenförmigen Ecktürmen
und einem Graben bauen.
Weitere
historisch und künstlerisch wichtige Kirchen der Stadt sind: der Kreuzgang
von San Benedetto; San Marco; San Agostino; die Vallisa; die Kirche del Gesù.
Nicht zu vergessen der Bogen "Arco delle Meraviglie" und das Haus
von Nicolò Piccinni.
Die Allee Corso Vittorio Veneto führt zum Messegelände der "Fiera
del Levante". Diese Messe zeugt von der langen Tradition Baris als Handelsmacht
und gibt heute den Maßstab für die gewaltige wirtschaftliche und
industrielle Entwicklung im Süden Italiens an.
Die elegante und luxuriöse Geschäftsstraße Via Sparano führt
zu dem Hauptgebäude der Universität und des Archäologische Museums,
in dem unter anderem eine eindrucksvolle Sammlung griechischer und apulischer
Funde ausgestellt ist. Ganz in der Nähe befindet sich das König Umberto
I gewidmete Denkmal des Steinhauers Antonio Cifariello und der Platz Moro, wo
sich der Bahnhof befindet und in dessen Mitte der große Brunnen des "Acquedotto
Pugliese" steht; ferner der Platz Mercantile mit dem sogenannten "Sedile",
dem antiken Sitz des Rats der Adeligen von Bari, sowie die "Säule
des Rechts" (Colonna della Giustizia), an die einst die betrügerischen
Schuldner gefesselt wurden.
Auf
der Seepromenade Nazario Sauro genießt man einen erholsamen Spaziergang
am Meer. Dort befindet sich der Pier S. Nicola, wo sich alljährlich am
8. Mai frühmorgens die Zeremonie der Einschiffung der Statue des wundertätigen
San Nicola abspielt.
Die gesamte Provinz von Bari befindet sich
industriell in einer intensiven Entwicklungsphase, doch dies stört das
landschaftliche Bild nicht im Geringsten: die Vororte im Norden von Bari sind
eingebettet in einer üppigen Landschaft, die gekennzeichnet ist durch die
weißen, die einzelnen Felder abgrenzenden Trockenmauern, und durch die
sogenannten "Masserie", typische festungsähnliche Bauernhäuser.
Im Süden der Stadt hingegen sind die Felder intensiv bebaut und zeugen
von der fleißigen Arbeit der Großbauern. Hier und dort befinden
sich kleine Dörfer, die heute noch ihre antike Bauweise bewahrt haben.
Stadt
Bari
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