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Gera

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Gera

Gera kann sich sehen lassen

Neben den neuen infrastrukturellen Veränderungen schätzen Besucher der Stadt die vielen Sehenswürdigkeiten. Bei einem Bummel durch Gera kann man die historisch gewachsene Altstadt erkunden. Wer dann pflastermüde wird, setzt sich in eines der gemütlichen Cafés oder Kneipen und lernt die Liebenswürdigkeit und Gastlichkeit der Gerschen schätzen. Der Marktplatz zählt durch seine Geschlossenheit zu den architektonisch schönsten Plätzen Thüringens. Von vielen Touristen bewundert: das Geraer Rathaus (1573-1575 erbaut). Es gehört zu den reifen Leistungen mitteldeutscher Renaissancebaukunst. Sein Hauptportal sowie die Fenstergiebel sind besonders reich geschmückt. Vom 57 Meter hohen, achteckigen Rathausturm kann man den idyllischen Blick über die Stadt genießen, die von Grün umgeben ist. Die prächtige Stadtapotheke (1592) mit ihrem reich verzierten Erker, die ebenso wie das Standesamt am Markt aufwendig restauriert wurde, ist der zweite in Gera erhaltene Renaissancebau. Mehrere Kirchen bestimmen das Bild der Stadt mit: Dazu gehören die barocke Kirche St. Salvator (1717 bis 1720) mit Jugendstilausstattung, die Kirche St. Trinitatis (14. und 17. Jh.), die zu den ältesten Sakralbauten im Stadtgebiet zählt, die im neogotischen Backsteinbau errichtete Kirche St. Johannis (1881 bis 1884) und das spätgotische Bauwerk der Kirche St. Marien (um 1440). Einen herausragenden Platz in der Architekturgeschichte Geras nimmt das privat aufwendig sanierte Haus Schulenburg in der Straße des Friedens 120 ein, das von dem Belgier Henry van de Velde entworfen wurde. 17 Industrie-, Siedlungs- und Wohnbauten in Gera zeugen von dem Schaffen von Tilo Schoder, einem Meisterschüler von Henry van de Velde.

125 Jahre Geraer Museen

Die Geraer Museen können auf eine 125-jährige Geschichte zurück blicken. Das Geburtshaus des Malers und Grafikers Otto Dix im Stadtteil Untermhaus ist gemeinsam mit der barocken Orangerie als Memorial- und Ausstellungsstätte der Kunstsammlung Gera für die Öffentlichkeit zugänglich. Otto Dix gilt als einer der bedeutendsten Realisten des 20. Jahrhunderts. Die Kunstsammlung ist in Besitz von rund 400 Arbeiten aller Schaffensperioden von Dix. Damit gilt sie als größte Sammlung von Werken des Malers in öffentlicher Hand. Aber auch die Förderung zeitgenössischer Kunst hat sich die Stadt auf ihre Fahnen geschrieben und vergibt biennal den Otto-Dix-Preis, seit 2001 ergänzt vom IBM Kunstpreis Neue Medien, sowie den Aenne-Biermann-Preis für deutsche Gegenwartsfotografie. Aenne Biermann (1899 -1933) lebte als eine der bedeutendsten deutschen Fotografinnen der 20er Jahre in der Stadt.

Auch das Museum für Angewandte Kunst mit seinem Bestand von Art-deco-Objekten und das Naturkundemuseum mit dem Botanischen Garten ziehen täglich mit ihren Sonder- und Bestandsausstellungen die Besucher in ihren Bann. Das Museum für Naturkunde befindet sich übrigens im ältesten Haus der Stadt, dem Ferberschen Haus. Das Stadtmuseum bietet neben modernsten Räumen ein neues und anspruchsvolles Ausstellungskonzept.

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten Geras gehören die begehbaren Geraer Höhler, die Anfang des 18. Jahrhunderts als Tiefkeller für das Brauwesen angelegt worden sind. Wer sich hinab in Geras Unterwelt wagt, der kann sich im Höhler Nr. 188 die Ausstellung “Minerale und Bergbau Ostthüringens” anschauen.

Kunstgenuss pur

Das Jugendstil-Theater ist mit die bedeutendste Kultureinrichtung der Stadt. Es bietet sowohl im Großen Saal als auch im Konzertsaal, der einer der schönsten Konzertsäle Deutschlands ist, einen anspruchsvollen Kunstgenuss. Das Geraer Theater besitzt eine reiche, jahrhundertealte Tradition und hat sowohl Oper, Operette, Musical, Konzert, Schauspiel, Ballett als auch Puppentheater auf seinem Spielplan.

Feste feiern, wie sie fallen

Wer mit den Geraern zünftig feiern will, der ist zum Open-Air-Spektakel „Alles Theater“ im Sommer, zum Sommernachtstraum im Park der Jugend, zum Höhlerfest Ende September in der Altstadt sowie zu dem alle zwei Jahre stattfindende Deutschen Kinder-Film&Fernseh-Festival „Goldener Spatz“ herzlich willkommen. Die Stadtfeste und das Festival haben ihren festen Platz im kulturellen Leben und machen Gera weit über seine Grenzen bekannt. Beliebter Anziehungspunkt für die Geraer und ihre Gäste am Wochenende ist der Tierpark im Martinsgrund mit der Parkeisenbahn. Vom Bergfried Osterstein auf dem Hainberg führen viele Wanderwege in den Stadtwald.

Gera hat auch als Sportstadt einen guten Ruf. Es besitzt neben den Sportanlagen an den Hofwiesen eine der schönsten und modernsten Reitanlagen Deutschlands in Gera-Milbitz. Jährlich finden dort hochdotierte nationale und internationale Wettkämpfe im Spring- und Dressurreiten statt.

Stadt Gera

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Autor:   Michele
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