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Münster

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Münster

Münster ist eine Stadt der modernen Architektur und der international bekannten zeitgenössischen Kunst. In der historischen Altstadt verbinden sich klassische Bauten (z.B. Prinzipalmarkt, Schlaunsches Schloss und Erbdrostenhof) mit moderner Architektur (Stadtbücherei, Stadttheater) und überraschender Kunst im öffentlichen Raum.

Der St.-Paulus-Dom ist die größte Kirche Westfalens und Keimzelle und Mittelpunkt der Stadt. Das Rathaus des westfälischen Friedens (hier wurden bis 1648 Teile der Friedensverträge des 30jährigen Krieges ausgehandelt) liegt am Prinzipalmarkt mit seinen Prächtigen Kaufmannshäusern. Wo einst die Stadtmauer stand, legt sich seit Endes des 18 Jahrhunderts die historische Promenade um den Stadtkern. Der 4,5 km lange Grüngürtel mit einer vierreihigen Lindenallee dient heute Radfahrern und Fußgängern als autofreie "Schnellstrasse" und ist damit Symbol der Fahrradmetropole Münster. Am Domplatz liegt das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte mit umfangreichen Sammlungen vom frühen Mittelalter bis zur stark vertretenen Moderne.

Der Aasee ist ein künstlicher See mit großem Grünpark am Rande der Innenstadt. Hier kann man segeln, Boot fahren, joggen und spazieren gehen. Im Grünpark liegen der Allwetterzoo, das Freilichtmuseum Mühlenhof und das Naturkundemuseum mit Planetarium, die alle leicht mit dem Wasserbus erreichbar sind.

Münster ist mit 55.000 Studierenden nicht nur eine der größten Hochschulstädte mit Universität und Fachhochschulen, sondern auch Sitz vieler einzigartiger Bildungseinrichtungen, Bibliotheken und Archive.

Stadtgeschichte

Die Stadt war früh Domstadt mit Marktrecht, Provinzialhauptstadt Westfalens und hat bis heute ein prächtiges Stadtschloss.

Die Spuren der frühesten Besiedelung reichen bis zum 6 Jhr.v.Chr. zurück. 793 n.Chr. kam der friesische Missionar Liudger im Auftrag Karls des Großen in die Siedlung an der Aa. Er gründete das Kloster Monasterium, dem Münster seinen Namen verdankt und den St. Paulus Dom, der zum Mittelpunkt der Stadt werden sollte.

1875 erhielt Münster den ersten Zoo Westfalens, der 1928 durch den Aasee zu einem großen Naherholungsgebiet ergänzt wurde. 1974 wird der Tierpark als Allwetterzoo in mehrfacher Größe auf der Sentruper Höhe neu gebaut.

Der Dortmund-Ems-Kanal, der über Münster führt, wird 1899 eröffnet. Münster erhält einen Hafen.

1915 wird Münster mit 100.000 Einwohnern Großstadt und hat damit seit 1870 seine Einwohnerzahl vervierfacht.

Mit der englischen Stadt York geht Münster1958 die erste internationale Städtepartnerschaft ein. Es folgen Orléans in Frankreich (1960), Kristiansand in Norwegen (1967), Monastir in Tunesien (1969), Rishon le Zion in Israel (1981), Fresno in den USA (1986), Rjasan in Rußland (1989) und Lublin in Polen (1991).

1972: Eröffnung des Regionalflughafens Münster-Osnabrück in Ladbergen. Die neue Einrichtung ist so gefragt, dass sie seit 1986 weltweit als Internationaler Flughafen geführt wird.

Seit 1977 zeigen die Internationalen Skulptur-Projekte alle zehn Jahre den "State of the Art" der Kunst im öffentlichen Raum und prägen Münsters internationalen Ruf als Kunststadt.

Durch die Eingliederung von neun Umlandgemeinden vervierfacht Münster 1975 erneut sein Stadtgebiet und wächst von 200.000 Einwohnern auf 265.000 Einwohner.


Papst Johannes Paul II. besucht Münster1987, spricht auf dem Hindenburgplatz, dem Domplatz sowie im Dom und betet am Grab von Clemens-August Kardinal von Galen. Damit weilt erstmalig ein amtierendes Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche in der Stadt.

Auf dem Weg zur weltweiten Zusammenarbeit nach dem überwundenen Ost-West-Konflikt findet 1992 im Rathaus ein bedeutsames Ereignis statt. Hier treffen sich die Wirtschaftsminister der G-7-Staaten, der großen Industrienationen, erstmals mit ihren Kollegen aus den neuen osteuropäischen Republiken.

Münster war 2002 Ziel der ersten Etappe des Giro d'Italia.


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Autor:   Michele
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