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Überlegungen zur Integration am Beispiel der psychotherapeutischen Arbeit mit Drogenabhängigen

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Überlegungen zur Integration am Beispiel der psychotherapeutischen Arbeit mit Drogenabhängigen

„In diesem Sinne ergänzt Hellinger den konstruktivistischen Ansatz der „Systemischen Therapie“ durch seine phänomenologische Sicht und Arbeit, denn bei ihm hat die Wahrnehmung Vorrang vor der Vorstellung. Es ist keine objektive Wahrheit - auch wenn Hellinger das gelegentlich wegen der therapeutischen „Wirkung“ so präsentiert - . Es handelt sich bei diesen Einsichten ausschließlich um Wahrnehmungen von „ Wirkungsweisen des Gewissens“. Sie können durch Wahrnehmungen anderer Art verändert werden. Es geht dabei ausschließlich darum, den nächsten Schritt zu ermöglichen“.

(Eva Madelung aus „Kurztherapien“/Kösel 1996 Seite 173)

Familienaufstellungen mit Drogenabhängigen begründen keine eigene Therapieform sondern sind Teil einer Gesamttherapie und lassen sich gut in „Humanistische Therapieformen/Therapieverfahren“ integrieren. Sie gehören eher als Teil zu den Kurzzeittherapien mit guter bzw. langer Nachwirkung. In Einzelfällen reichen - weil die Aufstellungsarbeit sehr verdichtet ist - meistens einzelne Aufstellungen. Eine kurze Nachbetreuung ist fast immer angezeigt. Hier sollte das in der Aufstellung erfahrene/erkannte nicht zerredet (zerfliesen) werden. Es ist wichtig bei der Kraft zu bleiben und dem Klienten/Patienten sich in seinem „so - sein“ auch zu belassen.

Nur so behält er/sie auch seine Würde.

Wichtig Dynamiken in Aufstellungen mit Drogenabhängigen

  • Kraft des Vaters, der Männer annehmen (besonders wichtig für männliche Patienten)
  • Lösungen oft über „Güte“ und Verständnis des Vaters möglich
  • Kraft und Liebe der Mutter der Frauen nehmen (besonders wichtig für weibliche Patienten)
  • Schauen „wer - will - wem - nachfolgen“ (zeigt sich oft schon in der Haltung des Patienten)
  • Auf „unterbrochene, emotionale Hinbewegungen“ zu den Eltern in den ersten Lebensjahren achten
  • Angst im Kontext der frühen „Unterbrochenen Hinwendung“ zu den Eltern
  • Identifikationen mit früheren Partnern der Eltern - der Kindern in der jetzigen Beziehung
  • Sonstige Identifikationen
  • Kindbett-Tod und die daraus resultierende besondere Bedeutung
  • Unterschobene Kinder und deren häufige unbewusste Suche nach ihren Eltern sehen
  • Ordnungen im System
  • Ehren/Anerkennen der Eltern/der Älteren
  • Die Älteren vor den Jüngeren, das Neue vor dem Alten
  • Paarbeziehung vor Elternbeziehung
  • Würdigung der Toten - damit ihnen nicht die Lebenden nachfolgen
  • Anerkennung von Schicksalen
  • Jeder muss sein eigenes Schicksal tragen
  • Schuld bleibt Schuld - Keiner hat das Recht zu vergeben
  • Jeder im System hat seinen Platz zu „Nehmen“ und zu „Füllen“
  • Alle Kinder der Systemmitglieder und alle früheren Partner gehören dazu
  • Kinder dürfen nicht in die Geheimnisse der Eltern (Einhaltung der Generationsgrenzen)
  • Frühverstorbene brauchen ihren Platz damit ihnen nicht die Lebenden folgen
  • Pflegekinder/Adoptivkinder gehören in die Familie haben aber ihr Ursprungssystem

> Es gibt weitere Dynamiken!!

Teil eines Referats gehalten 1993 in Moskau/verändert als Aufsatz im FroL 1996/weiter verändert im Sommer 1997 nach einer gemeinsamen Arbeit im November 1995 in Karlsruhe mit Bert Hellinger


Heribert Döring-Meijer
Systemische Beratungspraxis CLARO!
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Autor:   Heribert Döring-Meijer
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