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Formen systemischer Skulpturen und Strukturaufstellungen

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Formen systemischer Skulpturen und Strukturaufstellungen

2. Die Collage

Die Collage als Rekonstruktion der Team-oder Gruppengeschichte und als Konfliktmanagement.

Die Rekonstruktion der Team- oder Gruppengeschichte soll in einer Collage dargestellt werden. Diese Collage bietet sich nicht nur bei Gruppenkonflikten, sondern auch als Jahresabschlußarbeit einer Teamsupervision, aber auch bei der Verabschiedung eines Mitarbeiters an. Es kann eine Vorgabe in Form eines Baumes mit all seinen Verästelungen und Wurzeln gemacht werden, der dann auf die Unterlage (es empfiehlt sich Packpapier) gezeichnet und auf die Collage in Gruppenarbeit aufgebracht wird.

Der Auftrag ist hier, den bisherigen Weg der Gruppe/des Teams in einer mit Materialien gestalteten und haltbaren Form als Collage auf das Packpapier zu bringen. Hierzu gehören der Beginn der Gruppe/des Teams, alle wichtigen Ereignisse für jeden Einzelnen und für die Gesamtgruppe, Wachstumsprozesse, Verbindungen, Verstrickungen, und alles was sonst noch dazu gehört.

Das Ergebnis wird präsentiert, kommentiert und interpretiert. Einzelne Phasen der Systembildung und der Subsysteme sollten deutlich erkennbar sein, wie auch typische Team- und Gruppenmuster.

In der Nachbesprechung ist darauf zu achten:

  a) was und wer wurde vergessen,
  b) wer wurde ausgegrenzt oder steht jetzt wo,
  c) was soll nicht gezeigt werden.

Es müssen die Unterschiede, die den Unterschied machen, die Bewegungen eines Teams/Gruppe deutlich werden.

  • Zeit für die Collage und für die Nachbesprechung: ca. 2 - 3 Stunden.
  • Material für Collage: Packpapier-Rollen, Karton, Wollfäden und Paketschnur in verschiedenen Farben, Wachsmalstifte, Kleber, Schere usw.

3. Beziehungsspiegel oder “Der Teamstern“

„Ich sage dir was gut mit dir war/ist“ und ich sage dir auch - wertschätzend - „wo du noch etwas drauf legen/etwas verbessern könntest!“

Ein Wollknäul oder zu einem Knäul aufgewickeltes Band/Schnurr wird sich in der Team- oder Gruppenrunde sitzend solange gegenseitig zugeworfen und erst mit der ersten obengenannten Rückmeldung und dann mit der zweiten obengenannten Rückmeldung verbal verbunden, bis jeder jedem in der Runde ein entsprechendes Feedback gab. Enrsprechend der ersten Rückmeldungsrunde kann die Farbe des Wollknäuls rot sein und in der zweiten Runde dann blau. Das jeweilige Ende des Wollknäuls wird festgehalten In der Mitte der Gruppe/des Teams ensteht ein Stern bzw. ein Beziehungsspiegel, ein Beziehungsgeflecht. Am Schluß werden noch einmal alle Verbindungen/Verstrickungen/Seilschaften angeschaut und nicht bewertet, sondern nur wahrgenommen. Dazu kann der Teamstern mit all seinen Verbindungen auch von unten angeschaut werden, indem dieser über die Köpfe des Teams nach oben gehoben wird. Ein Austausch kann in einer weiteren Runde oder beim nächsten Treffen stattfinden.

  • Zeit für den Stern: Je nach Team- oder Gruppengrösse ca. 2 - 3 Stunden.
  • Material: 2 Wollknäuls in verschiedenen Farben (z.B. rot/blau) und in ausreichender Länge (50m).

Verschiedene Strukturaufstellungen

Systemische Strukturaufstellungen zeigen die Veränderungsdynamik des betreffenden Systems auf und eröffnen so in einzigartiger Weise einen Zugang zu Veränderungsmöglichkeiten dieses Systems. Einer systemischen Strukturaufstellung sollte ein lösungsfokussierendes und zieldienliches Vorgespräch vorausgehen.

Die systemischen Strukturaufstellungen, die von Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibed entwickelt wurden, gehen auf die Grundlagen des Familienstellens nach Bert Hellinger zurück. Sie stellen eine Erweiterung der Systemaufstellungen dar. Von Sparrer/Kibed wurden zwischenzeitlich über 50 Strukturaufstellungen selbst entwickelt. Einige Strukturaufstellungen wurden von Heribert Döring-Meijer bereits in den 90er Jahren aus der Arbeit mit Skulpturen erarbeitet. Die Grundidee des Vorgehens bei Strukturaufstellungen ist laut Sparrer und Kibed die Annahme, dass wir auch bei der Bildung von nichtfamiliären Systemen immer in Analogie zum Familiensystem handeln.

„Die Annahme führt zu der Suche nach geeigneten Übertragungen der Prinzipien für Familienaufstellungen auf andere Systemkontexte. Dabei erweisen sich die von Bert Hellinger entdeckten Prinzipien der Zugehörigkeit, dem Ausgleich (Geben und Nehmen) und der zeitlichen Reihenfolge und des Vorrangs (Ordnung) erhöhten Einsatzes auch im nichtfamiliären Kontext, wenn auch in teilweise abstrakter Form, als wesentlich“ (Sparrer/Kibed).

Nach Sparrer/Kibed muß bei Strukturaufstellungen geklärt werden:

  1. wer zum System gehört

  2. was im neuen System Ausschluß heißt
  3. in welcher Form es eine zeitliche Reihenfolge bei welchen Teilen des neuen Systems gibt
  4. was Einsatz in diesem Kontext heißt und
  5. welche weiteren Gesetzmäßigkeiten für den entsprechenden Kontext spezifisch sind
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Autor:   Heribert Döring-Meijer
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