An diesem Punkt stellt sich
die Fünfte direkt vor die Klientin und lächelt sie so an, daß
diese zu lächeln beginnt, und die Fünfte sagt darauf zur Klientin
mit leisem Lachen: " Es ist schön, Dich anzusehen!".
Leitung: Der Fünften kann man nur sehr begrenzt Vorschriften machen; aber
Bitten an sie kann man schon äußern, ohne jede Garantie allerdings,
ob sie erfüllt werden. Aber sie (die Fünfte) kommt hier genau an der
Stelle, wo sonst die Trauer vielleicht zu schwer erträglich würde.
Leitung zu T: Vielleicht kannst Du zu ihm ( K) sagen "Ich bekomme unerwartete
Hilfe, wenn ich zu Dir schaue"
Leitung: "und ich beziehe Dich ein".
Leitung: "selbst, wenn es auf heitere Weise ist." T kann all diese
Sätze sprechen und gut annehmen. Da bei K nochmals etwas Druckgefühle
auftreten, schlägt Leitung T vor, zu sagen: " Du bist einfach Du …
und Dein Schicksal ist Dein Schicksal …"
K: Jetzt nimmt der Druck wieder ab.
Leitung zu T: Und jetzt kannst Du zu ihm sagen " und meins ist nur das
Meine"
T wiederholt mit Zustimmung; L schlägt T vor, den nächsten Satz einfach
zu sprechen und seine Stimmigkeit erst nach dem Aussprechen zu prüfen :
"Und außerdem - lange danach!"
K: traurig irgendwie.
Leitung schlägt nun T vor, zu K zu sagen: "Dir das Deine …"
Leitung: "und ich erst lange danach".
Leitung: "und mir nur das Meine"
T wiederholt und L korrigiert, da das Nachsprechen des "lange danach"
zuvor etwas zögernd wirkte, das "lange danach" in " ein
bißchen nach Dir … und ich beziehe Dich als Dich ein."
K: Ich kann es jetzt besser verstehen, da die Fünfte in der Nähe ist.
Leitung schlägt T vor, zu K zu sagen: "Und wenn’s damit jetzt
bei mir leichter wird … mit der Aufgabe … und der Freiheit, wie
immer das zusammengehört … dann schau bitte freundlich!"
Leitung: " und von Zeit zu Zeit … immer wieder … ab und zu
… schau ich zu Dir"
T wiederholt mit einer erneuten Welle von Erschütterung und Rührung.
Leitung zu T: Und ergänze noch, indem Du ihn anschaust : "mit Liebe".
Und dann kannst Du noch zu ihm sagen : "Und wenn daraus etwas Leichtes
wird … und irgend etwas Lustiges, dann widme ich Dir das."
Während der Wiederholung dieser Sätze beginnt die Traurigkeit der
Klientin sich in etwas Heitereres zu wandeln.
Leitung zu T: Jetzt hast Du einen guten Schutzpatron (auf K weisend) für
bestimmte Formen von Erleichterung. - Ist es bei Dir angekommen? T bestätigt
und Leitung sagt: "Dann schau mal zu Deiner lieben Aufgabe und Deiner lieben
Leichtigkeit!"
(T akzeptierte diese Umdeutung der "Freiheit" in "Leichtigkeit"
ohne Rückfrage.
Achte Intervention/Stellungsarbeit zur Klärung der veränderten
Beziehungsmöglichkeiten der ursprünglichen Pole des Dilemmas
Was hat sich denn für die Leichtigkeit (E) geändert?
E: Intensives Gefühl als der Focus da noch stand, gingen meine Arme von
selbst hoch, wie ein seht her. Und jetzt ein großes Maß an Berührung
durch diesen Prozeß.
Leitung zu T: Geh´ doch jetzt einmal zu E und stell Dich auf ihre rechte
Seite und wechsle einen Blick mit ihr. Wie ist es da neben der Leichtigkeit
für Dich?
T : Noch ziemlich ungewohnt - aber irgendwie gut.
Leitung zu T: sag zu E "es ist irgendwie gut, mal ganz neben Dir zu stehen
… ich komme wieder zu Besuch."
T wiederholt;
Leitung zu A: Wie geht es jetzt der "Aufgabe"?
A: Ich fühle mich einerseits aufgewühlt, angerührt, und beobachte
so mehr neugierig das Geschehen.
Leitung: Und die Ängste sind weg?
A: Ja.(Er kann jetzt ganz ruhig neben der zuvor störenden Fünf , die
sich gerade neben ihn gestellt hat, stehen.) |