Leitung zu K: Wie geht es
Dir, wenn sie (F) das zu Dir sagt?
K: Ganz recht, noch etwas ungewohnt.
Leitung zu K: Dann kannst Du zu ihr (F) sagen: "Ganz in Ordnung."
Leitung zu F: Und dann könntest Du zu ihm (K) sagen: " Und da Du Du
bist"
Leitung: "erkenne ich Dich als Dich an". (K und F wiederholen jeweils
die vorgeschlagenen Sätze weitgehend wörtlich.)
Leitung zu F: Wie geht es Dir, wenn Du das sagst?
F: Gut!
(Anm.: Typische Beispiele für die hypnotherapeutisch übliche Verwendung
von Quasitautologien, hier in der Prozeßarbeit bei Aufstellungen. Große
Teile der Prozeßarbeit lassen sich fast durchgehend mit Quasitautologien
durchführen - vorausgesetzt, die Sätze werden in einer angemessenen
"zuhörenden" Haltung als Vorschläge sanft angeboten!)
Leitung zu F: Jetzt schaust Du noch mal zu ihm (K) und sag zu ihm, wenn es stimmig
für Dich ist, was ich Dir jetzt vorschlage: "Und als der, der Du bist
- wer immer Du auch bist - gehört Dir Dein Platz"
Leitung: " und das gestehe ich Dir ganz zu"
F wiederholt;
Leitung fragt F, wie es ihr geht, wenn sie das sagt - und achtet dabei ständig
parallel darauf, ob die Situation für die Klientin T weiter stimmig ist.
F: Ja, ich merke ich muß noch mal hingucken, wenn ich sage "Dein
Platz gehört Dir" - aber es ist in Ordnung.
Leitung zu F: Und sag nun noch vielleicht zu ihm (K): " und jetzt beziehe
ich Dich ein, indem ich Dir Deinen Platz gebe"
F: (verändert die Betonung so, daß der Satz noch zustimmender wirkt)
" und jetzt beziehe ich Dich ein, indem ich Dir Deinen Platz gebe"
Leitung zu K: Hat es Dich erreicht? Ist es so in Ordnung? Fehlt noch etwas für
Dich?
K: Ich wundere mich, wie wichtig ich plötzlich werde. Das ist sehr ungewohnt.
Leitung zu K: Sag mal zu ihr (F): "Es wundert mich, daß ich so wichtig
bin. Aber es ist schon recht."
K wiederholt dies.
Fünfte Intervention: Prozeßarbeit zur Verknüpfung mit
dem Ausgangsanliegen der Klientin und zur Absicherung der Umwandlung des zuvor
Ausgeschlossenen in eine Veränderungsressource.
Leitung zu F: Und Du könntest noch zu ihm (K) sagen: "Und jetzt schaue
ich, was hier geschieht" und zeig dabei auf die beiden (ersten Positionen,
E und A)"
Leitung: "und schau Du bitte freundlich zu"
F: " und schau Du bitte freundlich zu, und lach nicht über mich!"
Leitung zu K: Sag Du vielleicht zu ihr (F): " Wenn ich freundlich schaue
… ist das einfach nur freundlich"
K wiederholt das, F zeigt sich beruhigt und bewegt.
Sechste und siebte
Intervention/Stellungsarbeit: Stufenweises Hereinnehmen der Klientin anstelle
des Focus in das Aufstellungsbild nebst Übergang zur Prozeßarbeit
mit rituellen Sätzen zur Würdigung, Einbeziehung und Umwandlung eines
zunächst ausgeschlossenen Kontexts durch die Klientin
Die Klientin sagt, daß der ganze Prozeß sie sehr berührt habe
und wird gebeten, zuerst hinter den Focus zu treten und das Aufstellungsbild,
insbesondere die vierte Position, von dort aus zu betrachten ("Halbhereinnehmen"
des Klienten anstelle des Focus, um den Prozeß weicher zu gestalten),
was sie zuerst mit einer gewissen Traurigkeit und unter beginnenden Tränen
vollzieht. Wir lassen sie nach einer gewissen Zeit dann ganz (statt des Focus)
an ihre Stelle treten und zur vierten Position sagen: "Etwas an Dir berührt
mich … es rührt mich an" was sie zu "…es rührt
mich sehr, rührt mich an" verstärkt. Der sich verstärkende
Ausdruck der Trauer bei der Klientin wird von uns in den nächsten rituellen
Sätzen aufgegriffen und in Worten ausgedrückt:
Leitung zu T: Sag vielleicht noch weiter zu ihm (K) " und ich werde traurig
wenn ich Dich ansehe."
Leitung: Schau mal direkt zu ihm (K) und sag zu ihm "Du bist sehr wichtig"
Leitung: "und etwas in mir weiß das schon ganz deutlich"
T wiederholt dies, und Leitung fragt T "Paßt das so bisher für
Dich alles?", was die Klientin deutlich bestätigt. |