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Rehabilitation Beinamputierter

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Rehabilitation Beinamputierter

von Maria Sauer

Inhaltsverzeichnis:

1.   Einleitung
2.   Rechtsgrundlagen
2.1 Krankenversicherung gemäß SGB V
2.2 Rentenversicherung gemäß SGB VI
2.3 Unfallversicherung gemäß SGB VII
2.4 Soziale Pflegeversicherung gemäß SGB XI
2.5 Kriegsopferversorgung gemäß BVG
2.6 Sozialhilfe gemäß BSHG
3.   Ursachen der Beinamputation
3.1 Periphere arterielle Verschlußkrankheit (pAVK) und Diabetes mellitus
3.1.1 Therapiemöglichkeiten
3.2 Traumata
3.3 Infektionen
3.4 Tumore
4.   Rehabilitation
4.1 Medizinische Rehabilitation
4.1.1 Therapie des Phantomschmerzes
4.1.2 Prothesenversorgung
4.1.3 Gehschulung
4.1.4 Rollstuhltraining
4.2 Psychische Rehabilitation
4.3 Berufliche Rehabilitation
4.4 Soziale Rehabilitation
5.   Zusammenfassung
Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Rehabilitation bedeutet allgemein „die Wiedereinsetzung in den früheren Stand. In Sozialmedizin (...) versteht man unter Rehabilitation alle ärztlichen, sozialpädagogischen, psychologischen und sozialrechtlichen Maßnahmen, um Menschen, die durch Erkrankungen, Unfälle oder Katastrophen in ihrer seelischen und/oder körperlichen Verfassung stark beeinträchtigt sind, wieder in die Lage zu versetzen, sich (...) gesellschaftlich und wirtschaftlich zu behaupten. Neben größtmöglicher Minderung des psychischen oder körperlichen Schadens gehören zur Rehabilitation alle Hilfen, die die innere Stabilität und Identität des Betroffenen festigen, ihm sein Selbstvertrauen zurückgeben und ihm ermöglichen, einen festen und anerkannten Platz in der Familie, im Berufsleben und in der Gesellschaft einzunehmen.“ (Brockhaus, 15. Bd.).

Diese Definition muß im Zusammenhang mit Beinamputierten relativiert werden, da eine ‚Wiedereinsetzung in den früheren Stand‘ naturgemäß nicht möglich ist. Zu verweisen ist auf die Ziele der Amputierten-Initiative e. V., die wie folgt zitiert werden: „Als Zweck ist die Wiedereingliederung in ein aktives Erlebnis- und Arbeitsleben vorgesehen, soweit dies altersmäßig möglich ist und es der Gesundheitszustand zuläßt.“ (Amputierten-Initiative e. V., 1991).

„Unter der Rehabilitation des ?beinamputierten? Patienten verstehen wir die bestmögliche berufliche, familiäre und soziale Wiedereingliederung.“ (Baumgartner, R. S. 5, 1995).

2. Rechtsgrundlagen

Das „System der sozialen Sicherung ist historisch gewachsen. Deshalb ist auch für die Rehabilitation nicht ein einheitlicher Träger zuständig.“ (Ratgeber für Behinderte, S. 14, 1998). Jeder gesetzliche Leistungsträger ist verpflichtet, Auskunft zu erteilen und Anträge an den zuständigen Träger weiterzuleiten. Im folgenden werden die Anspruchsgrundlagen und die Konsequenzen erläutert.

1.1 Krankenversicherung gemäß SGB V

Gemäß § 27 SGB V Krankenbehandlung hat der gesetzlich Krankenversicherte folgenden Anspruch:

„(1) Versicherte haben Anspruch auf Krankenbehandlung, wenn sie notwendig ist, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern. Die Krankenbehandlung umfaßt
6. medizinische und ergänzende Leistungen zur Rehabilitation sowie Belastungserprobung und Arbeitstherapie.“

Der Anspruch ist auch für Beinamputierte streng medizinisch und auf Antrag psychologisch/psychotherapeutisch ausgerichtet. Er streift die berufliche Rehabilitation nur insoweit, als daß eine Belastungserprobung, nicht jedoch z. B. eine krankheitsbedingte Umschulung in den Leistungskatalog aufgenommen sind. Eine soziale Rehabilitation findet ausschließlich im Rahmen der jeweiligen Landeskrankenhausgesetzgebung im stationären Bereich statt.

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Autor:   Amputierte e.V.
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