Feedback Skulptur in
Paar-Konstellationen/in der Paar-Beratung
(nach Heribert Döring-Meijer)
Sie laden die Teilnehmer ein, sich einen Partner zu wählen. Die Paare verteilen
sich im Raum, um möglichst ungestört arbeiten zu können. Nun
formt der eine Partner den anderen so, wie er ihn erlebt, welche "Haltungen"
er an ihm wahrnimmt und welche "Einstellung". Es wird nicht dabei
gesprochen. Ist der Partner/die Partnerin geformt, kann er sagen, was er in
dieser Haltung spürt und empfindet. Danach sagt ihm der modellierende Partner,
wie er ihn erlebt und welchen Eindruck er ihm mit dieser Skulptur vermitteln
wollte. Jetzt wechseln beide die Rollen , der geformte Partner formt nun den
anderen Partner zu einer Feedback-Statue. Nach deren Austausch über die
Statue wechseln die Partner und bilden neue Paare. Dort beginnt wieder einer,
den anderen zu einer Feedback-Statue zu formen... Drei Wechsel sind gut, aber
mehr als fünf kaum verdaulich!
Je mehr Zeit sich die Paare nehmen, desto ergiebiger wird die Methode. Jedenfalls
lohnt sich anschließend noch ein kurzes Blitzlicht über die Erfahrungen
bei dieser Paararbeit.

Nähe-Distanz-Skulptur
(nach Virginia Satir)
Es geht ausschließlich darum das gegenwärtige Wahrnehmen von Nähe
und Distanz in der Beziehung eines Paares oder in der Beziehung zwischen Gruppen,-
Teammitgliedern darzustellen. Eine weitere Möglichkeit ist danach zu fragen,
wie viel Abstand / Nähe jeder braucht um sich wohl zu fühlen. Beides
kann miteinander verbunden werden.
Skulptur der eigenen Eltern
Der Akteur setzt die elterliche Beziehung so in Szene wie er sie aus seiner
Kindheit in Erinnerung hat.
Im zweiten Schritt verändern diejenigen, die die Eltern repräsentieren
ihre Position in so weit, dass sie sich wohler fühlen. Eine andere Möglichkeit
ist, dass der Akteur sein Wunschbild in Szene setzt.
Ablauf einer systemisch-konstruktivistischen Skulpturarbeit mit Teams / Gruppen
/ Organisationen
(nach Heribert Döring-Meijer)
Die Arbeit mit Skulpturen eignet sich sehr gut in der Beratung / in der Supervision
/ im Coaching und am Anfang eines neuen Beratungszyklusses, um den "Stand
der Dinge" / mögliche Lösungsschritte / Lösungsbereitschaft
anzuschauen. Auch während eines Team-Entwicklungsprozesses, in der Fall-Supervision
und als Möglichkeit bei Problem- und Lösungsfragen. Es ist keine Aufstellung
im Sinne der phänomenologischen Aufstellungsarbeit Bert Hellingers, sondern
ist der systemisch konstruktivistischen Sicht und Wirklichkeit zuzuordnen.
- Zentrierung des ressourcen-
und lösungsorientierten Vorgesprächs direkt vor der Skulptur im
Beisein der Gruppe auf eine Frage bzw. auf einen Auftrag.
- Der Auftraggebende wird
zum Akteur und stellt die Skulptur der gegenwärtigen Situation (Status
quo) in der Gruppe / im Team/ in der Familie auf. Er/Sie wählt für
die eigene Person einen Platzhalter / Protagonisten (nicht aus dem Team) und
gewinnt dadurch eine Außenperspektive.
- Die in der Skulptur gestellten
Personen nutzen ihren gesamten Organismus als Informationsquelle und werden
entsprechend gestellt bzw. modelliert (Gestik/Mimik/Körperhaltung) >
wie von einem Bildhauer.
- Vor- und Nachteile jeder
Position werden beschrieben. Es wird deutlich, dass auch die gegenwärtige,
aufgestellte Situation (Status quo) eine gegenwärtige, mögliche
Lösung darstellt.
- Verschiedene Wirklichkeiten
der einzelnen Protagonisten werden deutlich!
- Der/die Auftraggebende
/ Aufstellende nimmt seine/ihre Rolle im "Status quo" ein und löst
den Platzhalter ab. Auch er/sie nutzt seinen / ihren gesamten Organismus als
Informationsquelle und nimmt jetzt seine Position aus der Innenperspektive
wahr.
- Der/die Auftraggebende
/ Aufstellende kehrt nun in seine Rolle als Akteur zurück und begibt
sich in eine neue Position in der gleichen Skulptur, in der er besser für
sich sorgt. Diese neue Position stellt eine weitere Lösungsoption dar.
- Die Unterschiede, die die
neue Position macht, werden von allen Beteiligten beschrieben.
- Jetzt nehmen die übrigen
Personen - ohne Worte- in der Skulptur eine kleine Veränderung ihrer
Position vor, in der auch sie besser für sich sorgen. Diese für
alle Beteiligten neue Position wird für einen Moment eingefroren, mit
geschlossenen Augen gespürt. Dann mit "offenen Augen und Sinnen"
wahrgenommen und danach werden die Unterschiede, die die neuen Positionen
machen, von allen Beteiligten beschrieben.
Gerlinde
Meijer & Heribert Döring-Meijer
Systemische Beratungspraxis CLARO! | |