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Das "Systemische" in Systemaufstellungen

Das "Systemische" in Systemaufstellungen

"Gefundene Wirklichkeit" versus "Erfundene Wirklichkeit"? - Gedanken zu den "systemischen" Grundlagen innerhalb der Aufstellungsarbeit
von Heribert Döring-Meijer


Das Konzept der "erfundenen Wirklichkeit", das auf Gregory Bateson und Milton Erickson fußt, und die systemisch-konstruktivistisch-lösungsorientierte Beratung (bzw. Therapie falls es das gibt? ) hervor gebracht hat, ist häufig genau solch ein Konstrukt wie die sogenannte "gefundene Wirklichkeit", die mit dieser Bezeichnung von Bert Hellinger so geprägt wurde.

Erst durch den erweiterten phänomenologischen Erkenntnisweg und seine Bereicherungen (Bewegungen der Seele und des Geistes) wurde klar, dass auch hier Systeme nicht nur lebendig und offen sind, sondern auch permanent in Bewegung im Sinne von Zirkularität und Homöostase – allerdings im Rahmen eines großen Ganzen, einer universellen göttlichen Gebundenheit und Größe, dessen sich der Einzelne nicht entziehen kann.

Kunde wie Berater müssen sich dem aussetzen, um sie für sich erfahrbar zu machen.

Ich möchte in einigen Kernsätzen meine Gedanken hierzu darstellen:

  • Systeme sind lebendig und offen
  • Bewegung ist Leben
  • Wir finden und erfinden uns
  • Interaktion wird erlebbar und spürbar
  • Konstruktion von Wirklichkeit geschieht auch über Verbalisieren und Visualisieren in einem größeren Kontext
  • Landkarten sind nicht das Land
  • Geh den nächsten Schritt oder mach einfach etwas anderes
  • Alles Leben und Sterben ist einem fortwährenden Wandel unterworfen
  • Ein System hat alles was es braucht in sich - alles ist in Jedem
  • Freiheit ist der permanente Wechsel von Kontext und Wahrheit
  • Aufstellungsarbeit führt nie zu einer endgültigen Lösung
  • Wirklichkeit geht einfach (auch nach dem Tod) weiter und ist nie wirklich am Ende
  • Die Art wie ich denke ist letztlich nur eine Konstruktion, ausgelöst im Kontext von äußerlichen Reizen und meinen innerlichen Mustern
  • Alles ist im Fluss und im Wandel
  • In einem System ist nichts überflüssig und nichts ohne Sinn
  • Ich bin mit allem – immer im Fluß – deswegen kann ich auch niemanden "wirklich" aus der Rolle entlassen
  • Wenn jemand meint, noch "in der Rolle zu sein", ist er/sie nach wie vor in seinem Lebensfilm
  • Die "Rolle" desjenigen der aufgestellt wird, ist somit auch mein eigener Lebensfilm
  • Lösungen sind demnach und dennoch göttliche Geschenke des Augenblicks
  • Autopoiese ist selbständiges, schöpferisches Handeln im universellen Sinne
  • Jeder Versuch jemanden auszugrenzen, muss "scheitern" und führt häufig zu
    eigener Krankheit

 

Heribert Döring-Meijer
Systemische Beratungspraxis CLARO!




Autor:   Heribert Döring-Meijer
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