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Genogrammarbeit / Familienstammbaumarbeit

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Genogrammarbeit / Familienstammbaumarbeit

Tod / Krankheit

  • Todesfälle und Gründe, Selbstmorde und Selbstmordversuche und mögliche Gründe
  • Schwere Krankheiten und Unfälle

Partnerschaft

  • Voreheliche und andere wichtige Beziehungen
  • Scheidungen, Trennungen
  • Neue Lebenspartner

Besonderes

  • bekannte Rollenzuschreibungen
  • Kriegserlebnisse, Nazivergangenheit, Lager, Gefangenschaft
  • Trennung (nicht Scheidung), Abwesenheit, Krieg, lange Kurund Krankenhausaufenthalte

3. Hypothesenbildung: Was wäre, wenn...

  • Es muß ein Anliegen vorhanden sein.
  • Es sollte ein lösungsorientiertes positives Bild entstehen.

Beispiel: "Was würde passieren, wenn eine Partnerschaft entstehen würde, die Vertrauen, Liebe und Achtung hätte. Was würde das für Dich an Gefühlen gegenüber z. B. Deiner Mutter ändern?

Wichtige Kriterien für eine Arbeitshypothese

die es zusammen mit dem Klienten zu überprüfen gilt.

Hier Beispiele für Hypothesen:

  • Unterschiedliche Partner können eine Beziehung unterhalten, wenn beide Partner ambivalente Bedürfnisse zu gleichen Teilen besitzen, z. B. Nähe - Distanz (der eine übernimmt den Part der Nähe und der andere den Part der Distanz)
  • Das erste Kind eines Geschlechts ist immer das besondere Kind für die Eltern, ....
  • ..., das zweite Kind ist immer zu spät
  • Bei Kindern, die sehr an ein Elternteil gebunden sind: Mutter-Sohn-Verhältnis, Vater-Tochter-Verhältnis, Erstgeborene, Nesthäkchen, Wunschkinder, etc.
  • Kinderlosigkeit -> warum?
  • Berufswahl, z. B. wenn Vater / Mutter nicht geachtet werden, ist häufig die verbale oder nonverbale Botschaft an den ersten Sohn, die erste Tochter: Sei Du besser!
  • Die zweiten Kinder (Sandwich-Kinder eines Geschlechts) wandern häufig aus oder ergreifen einen Sozialberuf (gilt im besonderen auch für die mittleren Kinder)
  • Die jüngsten Kinder (Nesthäkchen) haben oft das Gefühl von größerer Freiheit. Das ist eine positive Umdeutung der eigentlichen emotionalen Unterversorgung.
    These: Die Folgekinder werden in aller Regel weniger emotional versorgt, sie spielen keine so große Rolle, wie die Ersten, die Älteren
  • Inzestiöse Beziehungen: Wenn das weibliche Kind nicht bei der Mutter bleiben kann/darf oder Tochter schläft beim Vater / Sohn bei der Mutter
  • Bindungsqualitäten
  • Erster Sohn / Tochter, Intensivste Beziehung zu Vater / Mutter
  • Verstorbener Geliebter / Verlobter wichtiger als alle anderen
  • Stammhalter Rolle -> Ritualisierte Gefühle
  • Einzelkinder -> Partnerersatz der Alleingelassenen
  • Dreierkonstellationen, daraus resultierende Folgeerscheinungen ->
    - Triangulation, volle Aufmerksamkeit, keine Möglichkeit für persönliche Nischen, schnell altklug, weil sie schnell klug werden müssen, in Gruppensituationen sind soziale Fähigkeiten weniger ausgebildet
  • Die Ältesten:
    - tragen Verantwortung, Schuld, Vernünftigsein
    - Bindung zu einem Elternteil · Viel Ängstlichkeit von Seiten der Eltern (Unsicherheit beim ersten Kind)
    - Hohe Verpflichtungen
  • Die Mittleren:
    - Konkurrenz, erster Sohn -> Verantwortlicher / Vorbild
    - Pflegeleicht angepaßt
    - Leistungsorientiert, muß mehrzeigen, als der Erste
    - Brav, weil die emotionale Zuwendung oft geringer ist als noch beim ersten
    - Zweite Kinder versuchen über extreme Leistungen Anerkennung zu finden
  • Die Jüngsten:
    - Narrenfreiheit
    - Unterlegenheitsgefühle
    - Viel Freiheit
    - Weniger Grenzen
    Ist der Abstand zwischen jüngsten und älteren Kinder mehr als 7-8 Jahre, gelten sie als Einzelkinder.

Krankheiten in der Familie

  • Schlaganfall / Autoaggressionen -> des Vaters / der Mutter, wenn die Tochter / Sohn heiraten oder ein Enkel
    geboren wird
  • Tod (Bindungsunterbrechung) -> des bindenden Elternteils, dessen Kind der Lebensinhalt ist
  • Krebs -> in konfliktscheuen, angepassten Familien / Familienmitgliedern
  • MS-Kinder -> häufig als Selbstbestrafung bei Bindungsuntreue
  • Phobien -> oft nicht erlaubte Wünsche


Heribert Döring-Meijer
Systemische Beratungspraxis CLARO!
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Autor:   Heribert Döring-Meijer
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