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| Psychische Erkrankungen nehmen zu |
Die Deutsche
Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde warnt
vor einer Zunahme psychischer Erkrankungen.
Noch vor zehn Jahren betrug der Anteil der Krankenkassenausgaben vier bis fünf
Prozent, mittlerweile sind es 10,21 Prozent. Sie gehören nach Angaben des
DGGPN zu den teuersten Erkrankungen in Deutschland. Psychiatrische Erkrankungen
seien kein Tabuthema mehr. Patienten sprechen heute offen darüber.
Psychische Erkrankungen, das sind neben Depressionen auch psychosomatische Erkrankungen,
Abhängigkeiten, zwanghaftes Verhalten bis hin zu Schizophrenien, Depressionen
und Manien. Letztere äußern sich zum Beispiel in Wahrnehmungsstörungen,
unangemessenen Stimmungsausbrüchen, Selbstüber- und -unterschätzung
sowie durch enthemmtes Verhalten. Die Grenzen zwischen Verhaltens- oder Denkweisen,
die als noch "normal" gelten und einer psychischen Störung verlaufen
sind dabei fließend.
Betroffen sind viele: Nach einer Studie des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie
in München und der Technischen Universität Dresden aus dem Jahr 2000
leiden in Deutschland mehr als acht Millionen Menschen im Alter zwischen 18
und 65 Jahren unter einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung.
Meist tritt sie in Lebenskrisen auf.
Bleibt diese Tendenz so rechnet man bis zum Jahr
2020 mit einem steten Anstieg psychischer Erkrankungen. Seelische Erkrankungen
wie Depressionen werden dann weltweit in der Spitzengruppe der Krankheitslast
stehen.
Gerade jüngere Altersgruppen haben einen überproportionaler Anstieg
der psychischen Erkrankungen zu verzeichnen. Vierzehn Millionen Menschen in
Deutschland leben allein (Stand 2006). Stress, die steigenden Anforderungen
und die Sorge um den Arbeitsplatz lässt viele Menschen nicht mehr los.
Angststörungen und Depressionen werden immer mehr zu Volkskrankheiten der
Zukunft. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit reagieren daher auch mehr junge
Menschen mit psychischen Problemen auf berufliche und private Anforderungen. |
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