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| Was ist Maltherapie? |
Das Malen bietet die Möglichkeit zur Entspannung und
gibt Gelegenheit eine andere Ausdrucks- und Sichtweise zu erforschen. Mit fachlicher
Begleitung können so Bilder entstehen, die Neues, Überraschendes und
Lösendes anbieten. Selbstgemalte Bilder können den Kontakt zum eigenen
Inneren herstellen. Sie sind eine Möglichkeit, an Informationen zu gelangen,
die mit Worten nicht ausgedrückt werden können.
Die Maltherapie basiert auf gestalttherapeutischer Grundlagen mit der wir unsere
kreativen Stimmungen optisch sichtbar machen können. Die gemalten Bilder
werden als Bildsprache aufgefaßt. Es geht primär nicht um die Betonung
pathologischer und/oder verborgener Bedeutung als Schwerpunkt der Maltherapie,
sondern vielmehr um die Kraft der Bilder als Sinnbilder für das eigene
Leben aufzufassen und zu klären.
Ziel ist es, unsere Kreativität, unsere Wahrnehmung und
unser Vertrauen in die eigene Schaffenskraft zu fördern. Dadurch kann persönliches
Wachstum und Wandlung entstehen. Mit der Maltherapie können wir unsere
bisherigen Handlungsmuster zu verändern!
Träume und innere Bilder werden seit jeher von Menschen verschiedenster
Kulturen zur Bewusstseinserweiterung und zur Erkenntnis von "Wahrheit"
benutzt. Im Bereich der Psychotherapie haben bereits Breuer und Freud selbständig
aufsteigende innere Bilder (Imaginationen) in den therapeutischen Prozess integriert
und daraus ein imaginatives Verfahren mit tiefenpsychologischem Konzept entwickelt.
In den zu Papier gebrachten inneren Bildern (Imaginationen) kommen unbewusste
Bedürfnisse, sowie Konflikte in Form tiefenpsychologischer Symbole zur
Darstellung und werden somit ausdrückbar und erlebbar. Mit Unterstützung
des Therapeuten wird in einem geschützten Rahmen die Rückblende auf
traumatische Szenen möglich. Gefühle und Konfliktspannungen werden
damit zugelassen. Durch die Betrachtung des Bildes mit seiner Symbolik, aus
einem anderen Blickwinkel und mit einem gewissen Abstand, werden die inneren
Zusammenhänge erkannt. Diese neue Wahrnehmung erleichtert das Finden von
kreativen Problemlösungen - zunächst am Papier und dann im realen
Leben.
Anwendungsbeispiele
Die Maltherapie wird bei Selbsterfahrung, Suchtkrankheiten, Depressionen, Essstörungen,
Ängsten und psychosomatischen Krankheiten eingesetzt.
Wirkungen
- Die Maltherapie wirkt lösend und entspannend
- Sie vertieft die Wahrnehmeung
- Durch das Malen und im Austausch mit anderen
Betroffenen werden Ängste abgebaut
- Persönliche Kompetenz kann sich entwickeln
- Ziel ist sinnmachendes - Jetzt und Hier Erleben
- wieder möglich werden zu lassen
- Ausdruck und Gestaltungsfähigkeit kennen
zu lernen
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