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Yoga

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Yoga

Yoga im Alltag

Mit Yoga beginnt ein kontinuierlicher Erkenntnis- und Reinigungsprozess auf allen Ebenen. Alles, was uns behindert und unser wahres Wesen verdeckt, löst sich nach und nach auf. Das Leben wird leichter, wir erfahren mehr Freude und Zufriedenheit. Voraussetzung ist, dass wir nicht nur yogisch sind in der Stunde unserer Übungen, sondern in jedem Augenblick unseres Lebens. Es ist wichtig, sich als Begleitung einen qualifizierten und persönlich gereiften Yogalehrer (Mann oder Frau) zu suchen, zu dem man Vertrauen hat und bei dem man sich wohl und angenommen fühlt. Am Anfang erfordert Yoga etwas Disziplin und Übung, aber der Erfolg stellt sich bald ein. Von großem Vorteil ist es, wenn es gelingt, Yoga als festen Bestandteil in den Tagesablauf zu integrieren. Den Morgen mit einer Meditation und ein paar leichten Asanas zu beginnen, ist ein wunderbarer Start in einen erfüllenden Tag.

Selbst westliche Schulmediziner erkennen die Wirkung des Trainings inzwischen an. Allgemein ist das Praktizieren von Yoga aus therapeutischen Gründen immer dann sinnvoll, wenn angeraten ist, eine Entspannungstechnik zu erlernen. Krankheiten, bei denen Yoga sehr wirksam eingesetzt werden kann, sind z.B. Asthma, Bluthochdruck, Diabetes, Nachwirkungen von Schlaganfällen, Verdauungsstörungen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, aber auch psychische Erkrankungen. Das will etwas heißen, denn das Meditationssystem z.B. des indischen Philosophen Patanjali reicht weit über die Praxis des Arztes hinaus. Wo dieser den Körper in Herz, Gefäße, Muskeln, Knochen und Organe aufteilt und entsprechend behandelt, geht Yoga davon aus, dass auch unsichtbare Körperteile existieren: sieben so genannte Chakren (Hauptchakren), die entlang der Wirbelsäule angeordnet sind und den Mikrokosmos Körper mit dem Makrokosmos Universum verbinden.

Mittlerweile bestätigen mehr als 22 klinisch kontrollierte Studien die Wirksamkeit von Yoga bei Asthma, Arthrose, chronischer Bronchitis, Herz-Kreislaufstörungen, Neurodermitis, Nackenverspannungen und dem Karpal-Tunnel-Syndrom. Regelmäßig praktiziertes Yoga kann den Spiegel des schädlichen LDL-Cholesterins um zehn Prozent senken und ist damit genauso wirksam wie ein teurer Cholesterinsenker.

Laut US-Studien könnten mehr als 80% aller Herzpatienten dank Yoga eine Bypassoperation vermeiden. Auch das Lymphsystem werde durch regelmäßige Körper- und Atemübungen massiert. Dadurch können die Körpersäfte störungsfreier fließen und das führt zu einer deutlichen Verbesserung der Immunabwehr. Studien an der Universität Leipzig konnten außerdem einen positiven Einfluss auf das Gehirn nachweisen. So sinken vor allem die Blutlaktat- und Cholesterolwerte - beides sind Stressauslöser.

Zur Begleitung von Schwangerschaften und zur Vorbereitung auf Geburten ist Yoga auch sehr gut geeignet.

Nebenwirkungen

Die Risiken sind gering. Passieren kann nur etwas, wenn die Übenden sich falsch bewegen oder der Halteapparat und die Bänder noch nicht gefestigt sind. Bluthochdruckpatienten sollten nicht allzu lange auf dem Kopf stehen, Bandscheibengeschädigte können ebenfalls nicht jede Übung ausführen. Die Berliner Yoga-Lehrerin Anna Trökes empfiehlt: "Immer auf den Körper hören. Bei Schmerzen sofort innehalten und mit dem Lehrer die Probleme besprechen."

Qualifikationsrichtlinien

Punkt 1: Yoga ist nichts für Autodidakten, die Grundzüge sollte immer von einer Fachkraft beigebracht werden. Der Name Yogalehrer ist hierzulande keine geschützte Berufsbezeichnung - in Deutschland darf sich leider jeder so nennen. Dieser Titel sagt somit ersteinmal nichts über die Fähigkeiten aus. Bei der Suche nach einem qualifizierten Yoga-Lehrer/Meister sollte man sich an den Anforderungen des Berufsverbandes der Yogalehrenden (BDY) orientieren.

Ein Yogalehrer sollte mindestens 25 Jahre alt und charakterlich gefestigt sein. Der BDY verlangt darüber hinaus eine abgeschlossene Schul- und Berufsausbildung. Gute Yogalehrer haben mindestens eine zweijährige Ausbildung absolviert. Gelehrt werden Geschichte und Philosophie, Anatomie und Physiologie, Pädagogik, Körperübungen und natürlich die Atemtechniken.

Michele De Vivo
Gesundheits- und Naturheilpraxis Wettenberg
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Autor:   Michele
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