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| Siderischer Zodiak |
Aufgrund der Kugelförmigkeit der Erde bewirkt die Drehung um ihre eigene Achse, daß ein auf dem Äquator gelegener Punkt pro Zeiteinheit einen größeren Weg zurücklegt als weiter nördlich oder südlich gelegene Punkte. Es gilt: je geringer der Abstand zum Äquator, desto höher die Drehgeschwindigkeit. So wird die Äquatorregion permanent um 21,5 km nach außen gedrückt. Folglich handelt es sich bei der Erde nicht um eine exakte Kugel; statt dessen kann man sie sich wie einen oben und unten zusammengepreßten, um die eigene Achse rotierenden Ball vorstellen. Dank der enormen Gravitationskräfte von Sonne und Mond schwankt die Erdachse, so als wäre sie ein trudelnder Kreisel. Zu beachten ist, daß die Neigung der Achse zur Ekliptik sich nicht ändert. Der geographische Nordpol - und ebenso der von einem Betrachter auf der Erde wahrgenommene Himmelsnordpol - benötigt 25800 Jahre, d.h. ein sogenanntes platonisches Jahr, um den sogenannten Ekliptik-Nordpol zu umkreisen. Die Präzession sorgt dafür, daß sich der Himmelsnordpol vom Polarstern entfernt und erst mit Beendigung eines platonischen Jahres zu ihm zurückkehrt. Die Präzession zwingt uns, zwischen siderischem und tropischem Tierkreis zu unterscheiden. Während ersterer sich auf Sternbilder bezieht, meint letzterer unveränderliche Tierkreiszeichen. Befindet sich also beispielsweise die Sonne im Tierkreiszeichen Widder, heißt dies keineswegs, daß sie auch im Sternbild des Widders steht. Tatsächlich fallen siderischer und tropischer Zodiak gerade einmal pro platonisches Jahr zusammen, denn die beiden Tierkreise verschieben sich gegeneinander exakt um ein Zeichen pro platonischem Monat, d.h. ca. 2150 Jahren, was wiederum 30° eines platonischen Jahres entspricht. |
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| Autor: |
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Michele |
| Gesehen: |
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1876 |
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