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| Sauna |
Zeugnisse dieser frühen Schwitzkultur finden
sich bei den Azteken, den Indianern Nordamerikas, bei den Griechen und Römern
sowie verschiedenen Völkern Asiens.
Heute findet man zahlreiche Variationen
der Sauna. Allgemein unterscheidet man zwischen Sauna (trockene Heißluft
zwischen 70 und 100° C) und Warmluftbad, wobei letzteres all jene Bädertypen
bezeichnet, die sich im Bereich zwischen 40-50° C bewegen. Unabhängig
von Temperatur und Luftfeuchtigkeit des beheizten Raumes - dem Saunabad liegt
immer dasselbe Prinzip zugrunde.Es besteht in dem Wechsel zwischen gezieltem
Aufheizen und anschließendem Abkühlen des Körpers.
Wärme- bzw. Aufheizphase
Der menschliche Körper versucht,
seine Kerntemperatur von ca. 37° C konstant zu halten. Bewegt sich der Mensch
in Temperaturbereichen, die extrem von der Körpertemperatur abweichen,
so leitet der Körper automatisch Maßnahmen zur Regulierung der Temperatur
ein. Bei einem Saunagang dringen große Wärmemengen über die
Haut und die Schleimhäute in den Körper ein. Dieser reagiert, indem
er die Wärme nach innen - in diesem Fall in kältere Bereiche - zu
lenken versucht. Diese Aufgabe übernimmt das Blut: Entsprechend erweitern
sich die Blutgefaße, das Herz schlägt schneller und die Strömungsgeschwindigkeit
des Blutes nimmt zu. Äußerlich ist dies durch eine gerötete
Haut erkennbar. Darüber hinaus wird über die ca. 2 Millionen Schweißdrüsen
Schweiß abgesondert. Geübte Saunagänger verlieren auf diese
Weise im Laufe von drei Saunagängen ca. 1 Liter Schweiß. Die Schweißproduktion
vollzieht sich, damit der Körper keine Überhitzung erfährt, denn
dank der Verdunstung des Schweißes wird eine Abkühlung der Haut erreicht.
Abkühlungsphase
Die Abkühlung des Körpers
geschieht zunächst über die Luft: Tritt man nach dem Saunagang nach
draußen, so wird die Hauttemperatur über Verdunstungskälte bereits
gesenkt. Bei den anschließenden Kaltwasseranwendungen - in Form eines
Bades im See, durch Benutzung von Wasserschläuchen o.ä. - wird dieser
Prozess deutlich beschleunigt: Die kleinen Arterien der Haut verengen sich hierbei,
die Hautdurchblutung wird kurzzeitig vermindert. Nach dem Abkühlungsprozess
erweitern sich die Gefäße jedoch rasch wieder, was zu einer Mehrdurchblutung
des Körpers führt. Die Normaltemperatur wird - im Fall einer ausgewogenen
Aufheiz- und Abkühlphase schnell wiederhergestellt.
Eigenschaften
- Entschlackung: Das Ausscheiden von Stoff wechselprodukten
sowie schädlichen Fremdstoffen über die Schweißdrüsen
ist vor allem bei Schwermetallen von Bedeutung. Bei sehr hohen Schwermetallbelastungen
des Körpers empfiehlt sich der regelmäßige Besuch einer Sauna.
- Anregung des Herz- und Kreislaufsystems
- Behandlung von Bronchialkrankheiten: Durch
den Wärmeeinfluss werden nicht nur die Elemente des äußeren
Atemapparates gelockert, sondern auch die Absonderung von Schleim gesteigert,
der wiederum vermehrt Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger beinhaltet.
- körperliche und psychische Entspannung
- gesteigerte Elastizität der Muskulatur
und des Bindegewebes
- Anregung der hormonellen Systeme
Anwendung
- Die Dauer eines Sauna bades sollte 15 Minuten
nicht überschreiten.
- Es sollte ein ausgewogenes Verhältnis
zwischen Aufheiz- und Abkühlphase bestehen. Ziel ist eine schnelle Normalisierung
der Kerntemperatur nach der Abkühlphase.
- keine schweren Mahlzeiten vor und nach den
Saunagängen, keine körperlichen Anstrengungen
Bei folgenden Krankheiten besteht Saunaverbot:
- akute Virusinfekte
- schwere Herz- und Kreislauferkrankungen
- Lungentuberkulose
- akute entzündliche Erkrankungen innerer
Organe und Gefäße
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