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Fasten/Heilfasten

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Fasten/Heilfasten

Geschichte

Bereits in den griechischen Philosophieschulen wurde von Hippokrates (um 460 v. Chr.) Fasten zum Schutze der Gesundheit und zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt. Ärzte der hippokratischen Schule waren der Auffassung, dass zahlreiche Krankheiten durch die Ernährung über Störungen des Säftehaushaltes zu Stande kommen. Auch im alten Rom und in Arabien wurde Fasten zu medizinischen Zwecken angewandt. Essen sollte dem Stillen des Hungers, Trinken dem Stillen des Durstes dienen - Maßlosigkeit im Essen wurde schon zur damaligen Zeit als eine Ursache von Krankheit eingeschätzt.

In der Renaissance wurde das hippokratische Fasten wiederentdeckt, unter anderem von Paracelsus. Wegen ihrer Preisgünstigkeit besonders in den unteren Bevölkerungsschichten als Heilverfahren beliebt, wurde im 18. und 19. Jahrhundert die Methode des Fastens weiterentwickelt und erste Fastenkliniken eingerichtet.

Was ist Fasten/Heilfasten?

Unter dem Begriff Fasten wird der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung für eine bestimmte Zeit verstanden, wobei der Organismus von den eigenen Reserven lebt. Der Begriff Heilfasten wurde 1935 von Dr. Otto Buchinger geprägt. Das Ziel dieser Methode ist das Erhalten der physiologischer Gesundheit als auch eines seelisch-geistigen Wohlbefindens. Heilfasten umfaßt neben dem therapeutischen Fasten auch die präventive, vorbeugende Seite des Fastens, das heißt auch Gesunde können "Heilfasten". Beim Fasten stellt sich der Körper von der äußeren auf die innere Ernährung um. Er befreit sich in dieser Zeit von Schlacken und Giftstoffen. Dieses bewustes Fasten ist eine sanfte Heilungs und Verjüngungskur für unseren Körper.

Der angestrebte Effekt ist am größten, wenn sich das Fasten mit einem Kureffekt verbindet die Beschäftigung mit dem eigenen Körper und Geist, Ruhe vom Alltag und der Familie sind wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fastenkur.

Eine genaue therapeutische Anleitung, gerade bei einem erstmaligen Fasten, ist auf jeden Fall angeraten.

Die wichtigste Grundidee, die für alle Fastenkuren gilt, ist das Entschlacken des Körpers. Mit Schlacken wird von Naturhei-Therapeuten all das bezeichnet, was der Körper beim Stoffwechsel nicht unmittelbar verbraucht bzw. verarbeiten kann und daher im Gewebe speichert - sozusagen eine Mülldeponie des Stoffwechsels. Gespeichert werden Endprodukte des Eiweißstoffwechsels (z.B. Harnsäure), des Kohlenhydrat - und Fettstoffwechsels und alte, nicht funktionsfähige, abgestorbene Zellen. Aber auch Fremdstoffe wie Konservierungsmittel, Farbstoffe und künstliche Aromastoffe trägt der Körper als Schlacken mit sich herum.

Methoden

Die verschiedenen Fastenkuren folgen in ihrer Durchführung größtenteils folgenden Verfahren:

Sie beginnen mit 1-3 Übergangstagen, die sich durch kalorienreduzierte Kost auszeichnen. Ihr Zweck ist die Einstimmung des Körpers auf die Ernährungsumstellung. Das eigentlichen Fasten beginnt mit einer gründlichen Darmreinigung, die während der Fastenkur je nach Anwendungsmethode mehrfach wiederholt werden kann. Daneben hat das Abführen aber noch eine weitere Funktion. Es soll verhindem, dass der Körper verstärkt Darmgifte aufnimmt. Da die Darmtätigkeit während des Fastens stark vermindert wird, die Schlackenstoffe sowie abgestorbene Darmschleimhautzellen und -bakterien aber entsorgt werden müssen, muss der Darm künstlich gereinigt werden. Ansonsten käme es zu einer Rückresorption der Giftstoffe.

Egal, welche Art der Fastenkur Sie durchführen, ein paar Dinge sind dabei zu beachten. So sollte der Körper mindestens 3 Liter kalorienfreie oder -arme Flüssigkeit erhalten, ausreichend bewegt werden (eventuell in Verbindung mit Massagen, Wasseranwendungen etc.) und gleichzeitig geschont werden. Mittagsruhe sollte zur Pflicht werden, Meditation und der Abbau von Alltagsstress sind ebenso angeraten.

Ähnlich wichtig wie die Übergangstage zu Beginn der Kur sind die Aufbautage an ihrem Ende. Langsam, Schritt für Schritt, wird die Ernährung wieder aufgebaut - das heißt, der Körper muss langsam wieder daran gewöhnt werden, seine Energie aus der Nahrung zu gewinnen.

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Autor:   Michele
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