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Massage

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Enstehungsgeschichte der westlichen Massage

Die westliche Massage stammt aus der ägyptischen und der griechischen Antike, die insbesondere durch den Arzt Hippokrates (460 bis 377 v. Chr.), begründet wurde. Später entwickelten die Araber die Techniken der Massage weiter und der französische Wissenschaftler Ambroise Paré, entwickelte daraus anatomische und physiologische Zusammenhänge. Paracelsus (1493 bis 1541) setzte diese Behandlungsform später selbst ein. P. H. Ling, führte im Jahr 1872 die Begriffe wie Reiben, Drücken, Walken, Hacken und Kneipen ein, die die Grundtechniken der heutigen traditionellen Massage aufweisen.

Die Massage stellt ein ideales Mittel zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden dar. Außerdem ergänzt Massage in idealer Weise Entspannungsübungen und sportliche Aktivitäten. Der direkte manuelle Kontakt zu einem Menschen, sei er erkrankt oder einfach nur ein wenig gestresst, gehört zu den grundlegenden Bedürfnissen des Menschen. Es ist schon längst kein Geheimnis mehr, dass Stress und Angst die Anfälligkeit für Krankheiten stark erhöhen können. Der Zustand der tiefen Entspannung während der Massage lässt im Gehirn die langsamen, wohltuenden Alphawellen vorherrschen. Das führt zu einem tranceartigen Zustand, in dem der Körper seine Regenerationsfähigkeiten besser ausnutzen kann als im Betawellen-Zustand, der für Aufmerksamkeit und Schnelligkeit sorgt. Endorphine, die schmerzlindernd wirken und ein Gefühl der Zufriedenheit oder gar der Euphorie entstehen lassen, werden während einer ruhigen Massage vermehrt produziert.

Technik der Massage

Die Massage ist eine Behandlungsform, bei der das Weichteilgewebe z.B. durch Streichen und Kneten bearbeitet wird. Es gibt verschiedene Massagemethoden. Sie können in vielfacher Weise bei der Behandlung stressbedingter Beschwerden hilfreich sein. Massage löst Muskelverspannungen, trägt zur besseren Durchblutung bei, stimuliert Lymph- und Immunsystem und besitzt eine psychotherapeutische Wirkung.

Beim Massieren werden folgende Gewebearten am stärksten beeinflusst: die Haut, das Unterhautbindegewebe (Faszie) und die Muskulatur mit dem Bandapparat.

Die Haut ist Sinnes-, Schutz- und Ausscheidungsorgan gleichermaßen. Zudem stellt sie die Barriere zwischen der Innen- und der Außenwelt dar, zwischen dem Ich und dem Anderen. An der Haut kann das geschulte Auge viel über den inneren Zustand eines Menschen erkennen.

Der Bewegungsapparat und vor allem die Muskulatur sind die Werkzeuge für die Fortbewegung und alle Arten von Aktivitäten. Sie werden jede Sekunde beansprucht, ob man es merkt oder nicht. Selbst wenn wir still liegen, herrscht noch höchste Betriebsamkeit in unserem Körper.

Das Bindegewebe ist einerseits das Bindeglied zwischen den festen Bestandteilen des Körpers (Knochen, Gelenke, Muskeln, Organe) und andererseits stellt es mit dem Unterhautbindegewebe eine Verbindung zwischen der äußeren Haut und dem Muskel-Bänder-Gefäß-Nervenapparat her. Hier ist unsere "Mülldeponie", da hier "Abfälle" aus dem Stoffwechselgeschehen abgelagert werden können. Dadurch kann das Unterhautbindegewebe hart werden und sogar schmerzhaft sein. Kleine Kristalle können sich ablagern oder knorpelartige Strukturen entstehen. Auch kleine Knötchen und bindegewebige Platten können sich entwickeln und führen zu Beeinträchtigungen der gesunden Funktionen.

Indem die Muskeln und das darunterliegende Bindegewebe massiert wird, können sich nach und nach Verhärtungen auflösen.

Zu Beginn der Behandlung arbeiten wir mit Streichungsgriffen. Sie dienen zur Detonisierung bei Ödemen und Stauungen, zur Anregung des Lymph- und Venenstroms und zur Herabsetzung der Abwehrspannung. Die dann folgenden Knetungsgriffe verbessern die Durchblutung und lösen Verspannungen. Sie steigern den Abtransport von Stoffwechselprodukten und dehnen die Muskulatur. Diese "Zirkelung" dient dem Lösen einzelner Muskelfasern oder Narbensträngen und lindert Schmerzen. Hautreizgriffe, Reiben-Hacken, Klopfen und Klatschen öffnen die kleinen Blutgefäße und sorgen für eine starke Durchblutung bei gelähmten und inaktiven Menschen. Erschütterungen und Vibrationen lösen z.B. starke Muskelspannungen im Schulter- Nackenbereich. Durch die Massage werden bestimmte durchblutungsfördernde Stoffe, z.B. das Histamin stimuliert und durch die Verschiebung des Gewebes eine Veränderung des Ionenmiliues hervorgerufen (Entschlackung). Durch die Fernwirkung der Nervenreflexe, werden die Organe, das Gefäßsystem und der Stoffwechsel mit einbezogen.

Anwendungen für die Massage

Die klassische Muskelmassage sorgt vor allem für eine Intensivierung des Stoffwechsels durch Abtransport von Schlacken. Ihre Anwendungen sind vor allem Verspannungszustände mit Myogelosen (Muskelverspannungen), Bandscheibensyndrom und Lähmungen der Extremitäten. Auch bei rheumatischen Erkrankungen und nach Operationen und Verletzungen sind Massagen angebracht. Bestimmte Griffe unterstützen die Atemtherapie bei Atemstörungen und Emphysembronchitis.

Massagerichtungen

Die Nervenmassage geht von besonderen Nervenpunkten aus (Nervenpunktmassage), die Bindegewebsmassage beeinflusst über das Unterhautbindegewebe das vegetative Nervensystem. Bei der Sportmassage unterscheidet man z.B. Trainingsmassage, Vorbereitungsmassage, Zwischenaktmassage und Entmüdungsmassage. Sonderformen der Massage sind z.B. die Fußreflexzonenmassage, die Lymphdrainage und fernöstliche Massagen wie das chinesische Tuina oder das japanische Shiatsu.





Autor:   Michele
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