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Meerrettich, Armoracia rusticana

Meerrettich, Armoracia rusticana

Familie: Kreuzblütler

Weitere Namen: Kren


Geschichte: Bereits 1000 v.Chr. wurde Meerrettich von den Griechen verwendet. Nach Mitteleuropa kam der Meerrettich erst im 12. Jahrhundert. Alte Kräuterbücher empfehlen ihn frisch gerieben, mit Honig vermischt als Haarwuchsmittel. Schon früh verwendete man Meerrettich als Würze zu fettem Fleisch. Da Meerrettich als wirksames Mittel gegen Würmer galt, war er in jedem Garten zu finden. Mit dem Rettich ist er verwandt. Seinen Name erhielt der Meerrettich (engl. horse-radish) wahrscheinlich von Mähre, was Pferd (Stute) heißt, nach anderer Meinung von "Mehr-Rettich", Bezug nehmend auf seine besondere Schärfe. Aus Japan bekannt ist der sehr scharf schmeckende Wasabi (Japanischer Meerrettich, A. Eutrema wasabi), dessen apfelgrüne Rhizome ähnlich zum Würzen verwendet werden.

Merkmale: Staude, 60 cm hoch, mit den weißen Blütenständen (ab dem 2. Jahr) bis 1,5 m hoch; breite, gestielte, etwas runzelige Blätter; dicke braune, innen weiße Wurzel; wird als Stange bezeichnet. Es gibt zwei verschiedene Sorten: einen scharfen Meerrettich mit rauher Schale und einen eher süßen, der eine glatte Schale aufweist.

Blütezeit: Mai - Juli

Inhaltstoffe: Senfölglykoside mit Hauptbestandteil Sinigrin, die unter dem Einfluss des Enzyms Myrosinase die Senföle bilden, Vitamin C, Vitamin-B-Gruppe, verschiedene Mineralstoffe.

Eigenschaften: Stoffwechselanregend, antiseptisch, verdauungsfördernd, hustenlösend, durchblutungsfördernd; frisch-scharfes Aroma.

Verwendung in der Küche: Im März werden Wurzelschnittlinge in den Boden gelegt, um im Oktober oder im darauf folgenden Frühjahr die begehrte weiße Wurzel ausgraben zu können. Die Stangen lagern über den Winter in Sand eingeschlagen z.B. im Keller. Die Blätter können ab dem Fruhjahr geschnitten und frisch verwendet werden.

Küche: Das charakteristische Meerrettichöl wird durch Reiben der Wurzel frei gesetzt, verfliegt aber relativ rasch. Zum Kochen ist die pikante Wurzel daher nicht geeignet Traditionell ist sie ein exzellenter, verdauungsfördernder Begleiter zu fetten Speisen. In warmen oder kalten Saucen - oft in Sahne - eingerührt, wird Meerrettich daher gerne zu Braten und eher fetthaltigen Fischspeisen gereicht. Fein geschnitten oder geraspelt mischt man ihn unter Salate oder gibt ihn zu eingelegtem Gemüse und geräuchertem Fisch. Die jungen, frischen Blätter sind wesentlich milder im Geschmack und verleihen Salaten oder Brotaufstrichen eine angenehme Schärfe.

Da die Senföle leicht flüchtig sind, sollte Meerrettich erst kurz vor dem Servieren den abgekühlten Speisen zugesetzt werden. Getrockneter Meerrettich muss vor Verwendung in lauwarmen Wasser eingeweicht werden, damit sich die Senföle bilden können.

Standort:

Pflegetipp:

Gärtnertipp: Meerrettich wird am sinnvollsten aus Seitenwurzeln gezogen. Diese werden im März schräg so in die Erde gesteckt, daß das obere Wurzelende an der Erdoberfläche liegt. Mindestens 30 Zentimeter Abstand benötigen die Pflanzen. Ein sehr tiefgründiger, humushaltiger Boden eignet sich am besten für Meerrettich. Im Juli werden die Wurzeln ausgegraben, die Seitenwurzeln entfernt und die Pflanze mit der Hauptwurzel wieder eingegraben. Im Oktober können dann die Wurzeln geerntet werden. Für die Lagerung im Winter dient am besten eine sandgefüllte Kiste, in welche die Wurzeln eingegraben werden.





Autor:   Michele DeVivo
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