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Kerbel, Anthriscus cerefolium

Kerbel, Anthriscus cerefolium

Familie: Doldenblütler

Weitere Namen: Körfel, Karweil, Suppenkraut


Geschichte: Der etwas unscheinbare Kerbel soll Mitteleuropa mit den Römern erreicht haben, wo er im Mittelalter sogar noch häufiger angebaut wurde als heute. Schon Hildegard von Bingen schätzte die Inhaltsstoffe und Heilwirkung des Krautes. Kerbel ist blutreinigend und entschlackt, verantwortlich hierfür sind zur Hauptsache die ätherischen Öle.

Merkmale: Einjähriges Würzkraut, dicht buschig, 30-60 cm hoch; mehrfach gefiederte, hellgrüne Blätter, die an Petersilie erinnern; kleine, weiße Blüten in duftigen, schirmörmigen Dolden.

Blütezeit: Mai - August

Inhaltstoffe: Ätherisches Öl mit Hauptbestandteil Isoanetho; Cumarine, Vitamin A und C, Carotin, Eisen, Magnesium.

Eigenschaften: Verdauungsfördernd, blutreinigend, antiseptisch, hautberuhigend; das würzig-süßliche Aroma ähnelt dem Anis.

Verwendung in der Küche: Kerbel ist eine typische Gartenpflanze und wird eher selten auf dem Feld angebaut und daher nicht allzu häufig auf dem Markt angeboten. Bereits 6 bis 8 Wochen nach der Aussaat kann das Kraut geschnitten werden, danach sind noch mehrere Ernten bis zur Blüte möglich. Kerbel sollte immer sofort verwendet werden, da das Aroma sehr rasch verloren geht und zur Lagerung daher besser eingefroren als getrocknet werden.

Küche: Kerbel lässt sich ähnlich wie Petersilie einsetzen. Der hohe Vitamin-C-Gehalt der Blätter ist sehr gesundheitsfördernd. Als Würzpflanze nimmt man Kerbel deshalb gern frisch. Wurde Kerbel früher auch zu Backwaren aus Hefeteig empfohlen, bevorzugt man sein frisches Aroma heute lieber zu Salaten, Quarkspeisen und besonders zu Suppen - daher auch der Name Suppenkraut. Kerbel frisch, kurz vor dem Servieren über Geflügel, Fisch, Pilze, helle Saucen, Überbackenes und Suppen gestreut gibt den Speisen den letzten Pfiff. Traditionell und unverzichtbar ist Kerbel als Bestandteil der Fines herbes in der französischen Küche und wird häufig zusammen mit Estragon verwendet.

Kerbel wird frisch zu folgenden Gerichten empfohlen: Fisch, Geflügel (speziell Huhn), Hammelfleisch, Kalbfleisch, jungem Gemüse, Eier- und Käsegerichten, Suppen, Kerbelsuppe und Soßen. Sein Anwendungsbereich ähnelt dem der Petersilie; nicht mitkochen!

Standort: Kerbel kann wie Kresse das ganze Jahr über auf der Fensterbank gezogen werden. Um immer frisches Kerbelkraut zur Verfügung zu haben, bietet es sich an, alle 14 Tage Kerbel neu auszusäen. Ab März kann Kerbel auch ins Freiland gesät werden. Kerbel bevorzugt hier einen lockeren, durchlässigen, feuchten Boden an einem halbschattigen Ort. Wenn Kerbel zu trocken steht, bildet er schnell Blüten, was das Aroma stark verändert. Kerbel sollte daher vor der Blüte geerntet werden.

Pflegetipp: -

Gärtnertipp: Kerbel verträgt sich gut mit Salat, den er auch vor Schnecken und Blattläusen schützt. Kerbel keimt bei niedrigen Temperaturen besser als bei hohen. Die Aussaat empfiehlt sich zwischen März und September.





Autor:   Michele DeVivo
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