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Dill, Anethum graveolens

Dill, Anethum graveolens

Familie: Doldenblütler

Weitere Namen: Gurkenkraut, Gurkenkümmel
, Kümmerlingskraut, Dillfenchel.

Geschichte: Der Volksname Gurkenkümmel weist auf seinen Nutzen als Kümmelersatz hin. Schriften der Antike belegen, dass Dill schon seit Uralten Zeiten als Würz- und Heilkraut bekannt ist.

Merkmale: Einjährig, aufrecht, wenig verzweigt, 50 -120 cm hoch; Blätter mehrfach fiederschnittig mit filigranen Zipfeln; gelbe Doldenblüten.

Blütezeit: Juli - September

Inhaltstoffe: Vitamin C, generell fettes Öl. Das ätherische Öl des Krautes und der Früchte unterscheiden sich etwas in ihrer Zusammensetzung. Während das Öl der Früchte Carvon, Limonen und Myristicin enthält, besitzt das Öl des Krautes zusätzlich Phellandren und Dillether. Weiterhin kommen in der Pflanze Cumarine und Flavonolglykoside vor.

Eigenschaften: Appetitanregend, verdauungsfordemd, blähungswidrig, krampflösend, milchbildend; das Kraut schmeckt frisch würzig, seine Samen erinnern leicht an Kümmel.

Verwendung in der Küche: Die Blätter des rasch wachsenden Dills können das ganze Jahr fortlaufend bis zum ersten Frost geschnitten werden. Blütenstände sammelt man zum Blühbeginn, die Samen bei beginnender Bräunung im Herbst.

Küche: Vom aparten Dill lässt sich fast die gesamte Pflanze in der Küche verwenden. Die feinen Blättchen werden hauptsächlich zum Würzen genutzt, frisch sind sie reich an Vitamin C. Besonders gut passen sie zu Gemüse und Salaten, speziell aber zu Gurken aller Art, Rote Bete und Karotten. Dill verfeinert außerdem Suppen, Hackfleisch, Quark- und Eierspeisen und wird äußerst gern zu Fischmarinaden gegeben. Getrocknet verliert Dill schnell an Würzkraft. Ganze Dillzweige inklusive der Blütenstände, aber auch die Samen, werden zum Einlegen (Dill-Gurken) und zum Aromatisieren von Würzessig verwende.t Dillöl, aus den Samen gewonnen, wird zur Likörherstellung genutzt.

Standort: Dill muß einen lockeren, humosen Boden bekommen, der stets feucht sein sollte. Ab April kann Dill im Freien im Abstand von jeweils 4 bis 6 Wochen immer wieder ausgesät werden. Die Samen werden in Reihen mit 25 cm Abstand nur leicht in die Erde gedrückt. Dieser Abstand ist nötig, wenn die Pflanzen reifen und Samen bilden sollen. Wollen Sie nur die Blätter verwenden, dann genügt ein Abstand von 10 cm.

Pflegetipp: Geerntet werden seine zarten Triebspitzen, Blütendolden und Körner in den Morgenstunden.

Gärtnertipp: Dillblüten-Sträuße binden unangenehme Gerüche. Ein Dillblüten-Strauß ist ein natürlicher Luftreiniger für Toilette, Küche und Raucherzimmer. Dill hilft gegen Blähungen, macht Speisen leicht verdaulich, wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd.





Autor:   Michele DeVivo
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