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Gewürze & Kräuter

Gewürze & Kräuter

Die Geschichte des Würzens ist so alt wie die Menschheit selbst. Unsere Vorfahren fanden über Versuch und Irrtum heraus, dass bestimmte Kräuter beispielsweise Fleisch nicht nur schmackhafter, sondern auch noch bekömmlicher und je nach verwendeter Zutat sogar länger haltbar werden ließ.

Anfangs reichte man das erworbene Wissen von Gewürzen und Kräutern über Wirkungsweisen und Anbau der verschiedenen Pflanzen über Generationen hinweg nur mündlich weiter. Je umfangreicher es wurde, desto wichtiger wurde es, dieses genau aufzuzeichnen. Mit Aufkommen der Schrift finden sich auch die ersten in Ton oder auf Papyrus festgehaltenen Dokumente. Sumerische Tontafeln aus Mesopotamien, die auf das 4. Jahrtausend v: Chr: datiert werden, beschreiben erstmalig medizinische Rezepturen und berichten über Kräuterimporte. Zur gleichen Zeit entsteht unter der Regentschaft von Kaiser Sheng Nung in China eine handschriftliche Zusammenstellung von 365 Pflanzen, die gesundheitsfördernde Eigenschaften aufweisen.

In der Antike folgten griechische Naturheilkundler und Ärzte der Ägyptischen Überlieferungen und führten diese fort. So stand der gebürtige Grieche Padanios Dioskurides (1. Jahrhundert n. Chr.) als Arzt in Diensten des römischen Militärs. Aus seiner Feder stammt "De Materia Medica" einem Standardwerk mit etwa 600 beschriebenen Kräuter- und Heilpflanzen, das für die nächsten 1500 Jahre Gültigkeit besaß.

Das erste Kochbuch verdanken wir dem römischen Feinschmecker Marcus Gavius Apicius aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Er hielt Würzmischungen schriftlich fest, von denen einige in abgewandelter Form auch in modernen Rezepten wiederzufinden sind.

Im Abendland besann man sich auf die heimischen Heil- und Würzkräuter. Mönche sorgten in ihren Klostergärten für den Fortbestand. Besonders verdient machten sich hier die Mönche des in Mante Cassini gegründeten Benediktinerordens, dessen Ordensstifter dafür sorgte, dass ein Kräutergarten in keinem seiner Klöster fehlen durfte.





Autor:   Michele
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