Sportarten und alternative Therapieverfahren. Adressen, Termine und Anzeigen von Kursen, Ausbildungen, Seminaren und anderen Veranstaltungen.
Naturheilkunde alternative Heilmethoden Gesundheitswesen Medizin Sportarten Erfahrungsberichte Übungen Entspannung Wellness Video Audio Hören
 
0
Kalmus, Arcorus calamus var. calamus

Kalmus, Arcorus calamus var. calamus

Familie: Kalmusgewächs, früher Arontstabgewächse

Weitere Namen: Ackerwurz, Magenwurz, Deutscher Ingwer oder Deutscher Zitwer

Geschichte: Die grasartige Pflanze ist eine der ältesten Heilpflanzen und wurde durch die Araber aus Südostasien, wo man sie bereits im Alltertum als Magenheilmittel schätzte, nach Europa eingeführt. In Europa wird Kalmus seit dem 16. Jahrhundert kultiviert.

Merkmale: Mehrjährige Sumpfgewächs. Angeboten wird der Kalmus sowohl mit schlanken dunkelgrünen als auch mit bunten Blättern. Staude, horstartig mit fleischigem Rhizom, 60-120 cm hoch; drei kantiger Stängel; lange, straff aufrechte, riemenförmige Blätter, an den Spitzen oft leicht überhängend; kolbenartiger Blütenstand aus kleinen, grünlichen Einzelblüten, von langem Hüllblatt überagt. In Mitteleuropa bleiben die kleinen Blütchen steril, die Pflanze bildet daher keine Samen aus, die Vermnnehrung geschieht durch Rhizomteilung im Frühjahr oder Herbst. Die Vermehrung findet also durch Wurzelteilung statt. Zu diesem Zweck werden die Wurzeln vorsichtig mit einem Messer getrennt.

Blütezeit: Mai - Juli

Inhaltstoffe: Ätherisches Öl mit Asaron (Kalmusöl), Eugenol, Kampfer, Bitterstoffe und Acorin; Gerbstoffe.

Eigenschaften: Die würzig-bitter, kampferähnlich schmeckende Wurzel wirkt krampflösend, appetitanregend, verdauungsfördernd, antiseptisch, allgemein stärkend und anregend.

Verwendung in der Küche: Vom Kalmus benutzt man die Wurzel, dazu wird im Herbst der Wurzelstockausgegraben, von Blättern und feinen Wurzeln befreit, gut gesäubert und dann in zwei Hälften geteilt an einemkühlen Ort getrocknet.

Küche: Die fleischige Wurzel wird meist in der Likörindustrie als Gewürz zur Herstellung von Magenbittern eingesetzt. Fein geschnitten gibt die Wurzel allerdings auch Birnen- oder Apfelkompott und gekochtem Dörrobst seine typisch würzige Note. Kandiert wird er als Deutscher Ingwer gegessen.


Standort: Die Pflanze liebt einen hellen Standort. Buntblättrige Arten brauchen mehr Licht als grüne. Vor direkter Sonnenbestrahlung muß die Pflanze allerdings geschützt werden. Für das Gedeihen der Pflanze ist viel Frischluft notwendig und ein kühler Standort von 5-10° C im Winter.

Pflegetipp: Die Sumpfpflanze braucht reichlich und möglichst kalkfreies Wasser. Der Untersetzer sollte stets mit Wasser gefüllt sein. In der kühlen Jahreszeit wird nur noch äußerst sparsam gegossen, so daß der Wurzelballen nicht austrocknet. Außerdem müssen Sie den Kalmus so oft wie möglich besprühen und in den Sommermonaten alle 2 Wochen düngen. Zum Umtopfen lehmhaltige Erdmischung verwenden.

Gärtnertipp: Braune Blattspitzen sind ein Zeichen von Lufttrockenheit.





Autor:   Michele
Wertung:   ø 10,00
Bewertet:   1
Gesehen:   2311
Druckansicht   display printable version
Artikel empfehlen   recommend article
0 Kommentar/e   write comment
Erfahrungen einsenden   write comment
Top Artikel   Bewertungssterne
Artikel bewerten:



0
0