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Wer bei Yoga an Männer mit Turbanen in extremen Verrenkungen oder ältere Damen in der Volkshochschule denkt, hat eindeutig einen Trend verschlafen! Immer mehr Stars schwören auf das Körpertraining mit Seelenwirkung. Selbst Madonna beginnt ihren Tag nicht ohne ihre Yoga-Übungen, und Model Christy Turlington entwirft neuerdings sogar Yoga-Kleidung, damit sie endlich in den eigenen Wohlfühlsachen ihr tägliches Yoga-Programm absolvieren kann. Das Jahrtausend alte Körpertraining soll nicht nur fit, sondern auch schön machen. Und wenn man sich Madonna, Christy und die anderen Yoga-Anhängerinnen von Gwyneth Paltrow bis Catherine Zeta-Jones ansieht, muss da wirklich etwas dran sein.

Yoga sollte man lernen

Kein Wunder, schließlich soll man durch Yoga nicht nur Entspannung finden, sondern auch fit werden, den Körper straffen und schönere Haut bekommen. Das klingt doch fast zu schön, um wahr zu sein... Ganz so einfach ist es nicht. Yoga sollte man lernen und man muss auch ein bisschen Geduld mit sich selbst haben, bis man die ersten positiven Veränderungen wahrnimmt. Es lohnt sich aber in jedem Fall! Später kann man die Übungen auch Zuhause durchführen. In Buchhandlungen finden wir für den Einstieg jede Menge Yogi-Literatur!

Yoga ist nicht gleich Yoga

Es gibt viele verschiedene Arten Yoga. So beinhaltet Kundalini Yoga beispielsweise hauptsächlich Übungen für mehr Lebensenergie und Power im Alltag, während sich Karma Yoga vor allem mit Meditation und der Erweiterung von sogenannten Bewusstseinsebenen beschäftigt . Doch ob nun Bhakti oder Raja - alle Yoga-Arten sollen dem Menschen helfen, mit sich selbst ins Reine zu kommen, den Körper zu formen, Entspannung zu finden und die "inneren Batterien" aufzuladen. Das Tolle an Yoga ist, jeder, ob nun Kind oder alter Mann, die Übungen ausführen kann. Yoga hält den Stoffwechsel in Schwung und stärkt die Muskeln, ist also prima für die Figur und sorgt zudem noch für ein gesundes Immunsystem. Wer schon einmal Menschen beobachtet hat, die seit Jahren Yoga machen, dem wird außerdemauch aufgefallen sein, dass Yoga-Trainierte eine aufrechte Körperhaltung haben und selten wirklich müde aussehen. Beim Yoga geht es außerdem darum, sich seines Körpers "bewusst zu werden" und somit die Grundlage für gesunde Verhaltensweisen, richtiges Essen und viel Bewegung, zu schaffen.

Ein ganz neuer Trend ist Bikram-Yoga. Hier schwitzten wir in Sauna-ähnlicher Atmosphäre, während wir unsere Übungen absolvieren - das verbrennt viele Kalorien, ist leider aber nichts für Menschen mit einem schwachen Kreislauf. Außerdem ist Bikram-Yoga recht kostspielig und gibt es noch nicht in vielen Städten. Die gängigste Yoga-Art in Europa ist das Hatha Yoga, das der körperlichen Entwicklung dient. Ganz wichtig ist auch die Tiefenentspannung am Ende, gerade das "tief in den Körper spüren" entspannt alle Organe und Muskeln. Deshalb hilft Yoga auch, wenn wir häufig unter Kopfschmerzen oder Beschwerden während der Regel leiden - und ganz ohne Nebenwirkungen!

Los geht's!

Zunächst brauchen wir Ruhe, denn wir sollten uns auf die Übungen konzentrieren. Also: Computer und Fernseher aus und an Handy und/oder Haustelefon denken. Essen ist zwei Stunden vor den Übungen tabu, sonst ist der Magen zu sehr mit Verdauungsvorgängen beschäftigt. Als Unterlage reicht ein Teppich oder eine Decke, außerdem sollten wir weite und bequeme Kleidung tragen. Für Mädels: Während der Periode kann Yoga sogar helfen, Verspannungen zu lösen. Allerdings sollten dann während der Tage "umgekehrte" Übungen wie beispielsweise die Kerze vermieden werden. Yoga sollte außerdem nie zur Quälerei werden.

Wir sollten immer nur so weit gehen, wie es sich für unseren Körper gut anfühlt. Die Übungen sollten außerdem so langsam wie möglich ausgeführt werden. Und: Übung macht den/die (Yogi)-MeisterIn!

Luft holen!

Atmung spielt bei Yoga eine ganz wichtige Rolle. Die Beherrschung der Atmung wird im Sanskrit, der Sprache der Yogis, Pranayama genannt. Richtig atmen verspricht mehr Power, das können viele Ärzte bestätigen, denn wenn die Zellen mit mehr Sauerstoff versorgt werden, gibt's jede Menge Energie. Beim Yoga atmen wir immer durch die Nase und sitzen während der Atemübungen aufrecht und konzentrieren uns auf die Stellen unsweres Körpers, in der wir "hinein" atmen.


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Autor:   Michele DeVivo
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