| Autor |
|
|
|
|
 |
| since 24.04.2004 |
|
|
| Nachrichten: |
1 |
|
|
Ende ‘89 hatte ich einen schiefen Mund und ein flackerndes Auge, alles links. Die Hausärztin diagnostizierte "Durchzug bekommen" und verschrieb sicherheitshalber Vitamin B12. Nachdem es sich nicht besserte kam ich auf das Überweisungskarussell: HNO, Zahnarzt und Röntgenologie.
Alles war ohne Befund. Also zum Neurologen. Der untersuchte immer nur den Kopf und kam mit keiner Diagnose raus. Mein Denken war schon: du hast einen Hirntumor. Also noch ein CT und ein MRT. Der Neuro meinte: Da ist eine Entzündung; ich hätte Multiple Sklerose (MS) und müsse ins Krankenhaus Wetzlar um das Nervenwasser zu untersuchen. Das sagte mir natürlich nicht viel und ich hatte Angst. Zwischenzeitlich hatte ich Schwindel ohne Ende und meine Füße waren wie eingeschlafen. Seit dem ersten Besuch bei der Hausärztin und der Einweisung ins Krankenhaus waren drei Monate vergangen.
Der junge Assistenzarzt versuchte mir wieder Mut zu machen. Nach der Untersuchung bekam ich Cortison und ganz viele Gespräche mit dem Assi. Er gab sich alle Mühe das alles nicht so dramatisch aussehen zu lassen. Hier gab es auch das erste Mal was zu lesen über MS. Endlich eine Diagnose und ein wenig Info.
Das war noch nicht alles, denn ich bekam noch einige Schübe der MS und es hat sich fast alles wieder regeneriert.
Dies war schon vor 17 Jahren und ich muß sagen mit Hilfe von Sport und einem ruhigerem Leben geht es mir heute gar nicht so schlecht. Wenn man versucht sich die Hektik vom Leib zu halten und alles ein wenig gelassener sieht, kann man mit der MS bestimmt alt werden.
Monika
|
| post of 22.11.2006 - 12:41 |
|