Schluss mit Kreuzschmerzen und verspanntem Nacken:
Gerade für Büroarbeiter ist Yoga der ideale Ausgleich: "Ich bin sportlich aktiv
und kämpfe schon seit längerer Zeit mit starken Rückenbeschwerden", schreibt
Ronaldo in einem Internetforum. Von Yoga erhofft sich der 27-Jährige keine
Wunder, aber ein wenig Linderung. Damit steht er keineswegs alleine da.
Auf die Kombination kommt es
an
Tatsächlich zeigen Studien, dass Yoga Kreuzschmerzen lindern
kann. Was aber kann Yoga, was andere Bewegungsformen nicht können? Yoga ist
ganzheitlicher: Eine aufrechte Haltung und eine kräftige Rückenmuskulatur sind
dabei zwar auch sehr wichtig, an erster Stelle aber steht die Entspannung. Wenn
ein Muskel schon verspannt ist und wir ihn dann nochmal beanspruchen, bringt das
fast gar nichts. Deshalb werden im Yoga Atem-, Entspannungs- und
Kräftigungsübungen zu einem fließenden Ablauf kombiniert.
Fitness für
jeden
Durch regelmäßiges
Training lässt sich nicht nur die Beweglichkeit, sondern auch die Körperhaltung
verbessern. Insbesondere für Menschen, die viel sitzen, eignet sich Yoga ideal.
Meistens dauert es etwa drei Monate, bis sich erste Erfolge zeigen. Etwa zweimal
pro Woche mindestens zwanzig Minuten sollten wir allerdings schon üben - am
Anfang unter Anleitung - später auch allein.
Ob zuhause, im
Fitnessstudio oder bei der VHS - rund drei Millionen Deutsche machen
mittlerweile Yoga. Der große Vorzug: Das sanfte Fitnessprogramm eignet sich für
jeden - unabhängig vom Alter oder der Sportlichkeit. Und man braucht nicht mehr
als eine Matte und bequeme Kleidung.
Ein Schnellprogramm für den kaputten
Rücken ist Yoga jedoch nicht. Bei akuten Beschwerden sollten wir sehr vorsichtig
sein (wie z.B. ein Bandscheibenvorfall) und uns vorher
informieren.
Yogastile
Gerade
für Neulinge ist die Vielfalt der unterschiedlichen Yogastile oft verwirrend.
Das Angebot reicht von sehr körperbetonten, schweißtreibenden Übungsfolgen, wie
das Power-Yoga, bis hin zu Yogastilen, die eher Entspannungstechniken in den
Vordergrund stellen. Wer sich für einen Kurs anmeldet, sollte sich daher vorher
informieren, um keine unangenehme Überraschung zu erleben. Power-Yoga ist bei
Rückenproblemen nicht zu empfehlen, weil in diesem Kurs viele Sprünge, die der
Wirbelsäule schaden können, enthalten sind.
Kreuzschmerzgeplagten ist die sanfte Form des Vini- oder Hatha-Yoga zu
empfehlen. Ebenfalls für Einsteiger geeignet: Iyengar-Yoga. Dabei kommen diverse
Hilfsmittel, wie Klötze oder Gurte, zum Einsatz, die Anfängern die Dehn- und
Streckübungen erleichtern. |